Was ich zukünftigen Unternehmern mitgeben möchte

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Du musst nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten, um Unternehmer zu werden.
  • Eine gute Geschäftsidee ist weniger wert als die Fähigkeit, sie am Markt zu testen.
  • Unternehmertum ist selten geradlinig – Umwege gehören dazu.
  • Du solltest lernen, Probleme zu erkennen, statt krampfhaft nach Geschäftsideen zu suchen.
  • Umsatz ist wichtig, aber langfristig zählt auch der Unternehmenswert.
  • Einkommen und Eigentum sind zwei unterschiedliche Dinge.
  • Dein Unternehmen sollte irgendwann nicht vollständig von deiner persönlichen Arbeitskraft abhängen.
  • Ausdauer ist häufig wichtiger als Talent, solange du bereit bist, dich weiterzuentwickeln.
  • Nicht jede Chance muss verfolgt werden. Fokus ist genauso wichtig wie Kreativität.
  • Gute Menschen und langfristige Partnerschaften können einen enormen Unterschied machen.
  • Du musst nicht alles alleine können.
  • SEO, Content, Websites und digitale Assets können Werkzeuge sein – aber sie sind kein Geschäftsmodell an sich.
  • Baue nicht nur Arbeit für dich selbst auf. Baue Assets, Systeme und Unternehmen.
  • Denke langfristig, aber teste kurzfristig.
  • Freiheit sollte nicht erst das Ergebnis deines Unternehmertums sein. Sie sollte bereits bei der Gestaltung deines Unternehmens eine Rolle spielen.

Du musst nicht wissen, wo du in zehn Jahren stehst

Du brauchst eine Richtung, keinen perfekten Plan

Wenn ich zukünftigen Unternehmern einen einzigen Gedanken mitgeben müsste, wäre es wahrscheinlich dieser:

Du musst am Anfang nicht alles wissen.

Ich glaube, gerade angehende Unternehmer machen sich häufig unnötig viel Druck.

Sie glauben, sie müssten bereits wissen:

  • welches Unternehmen sie gründen,
  • wie groß es werden soll,
  • wie viele Mitarbeiter sie später haben,
  • wie viel Umsatz sie machen werden,
  • welche Kunden sie gewinnen,
  • welche Produkte sie verkaufen,
  • und wie ihr Leben in zehn Jahren aussehen wird.

Das ist aus meiner Sicht nicht notwendig.

Natürlich braucht es eine Richtung.

Aber ein Unternehmen entwickelt sich.

Märkte verändern sich.

Kunden verändern ihre Bedürfnisse.

Du selbst veränderst dich.

Deine Fähigkeiten wachsen.

Deine Interessen verändern sich.

Und manchmal erkennst du erst unterwegs, welche Möglichkeit eigentlich wirklich interessant ist.

Deshalb würde ich heute nicht versuchen, die nächsten zehn Jahre vollständig zu planen.

Ich würde versuchen, die nächste sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Starte mit einem Problem, nicht mit einer Geschäftsidee

Die bessere Frage lautet: Was könnte ich besser lösen?

Wenn jemand zu mir kommt und sagt:

„Ich möchte Unternehmer werden, aber ich habe noch keine Geschäftsidee.“

würde ich nicht automatisch sagen: „Dann such dir eine Idee.“

Ich würde wahrscheinlich zuerst fragen:

Welche Probleme beobachtest du?

Denn interessante Geschäftsmodelle entstehen häufig dort, wo Menschen oder Unternehmen ein konkretes Problem haben.

Vielleicht kostet etwas zu viel Zeit.

Vielleicht ist ein Prozess unnötig kompliziert.

Vielleicht gibt es zu wenige gute Anbieter.

Vielleicht ist die Leistung schlecht organisiert.

Vielleicht finden Kunden die richtigen Anbieter nicht.

Vielleicht gibt es eine Nachfrage, die bisher nur unzureichend bedient wird.

Vielleicht funktioniert ein bestehendes Geschäftsmodell, könnte aber deutlich besser organisiert werden.

Das sind interessante Ausgangspunkte.

Ich würde deshalb angehenden Unternehmern empfehlen, sich angewöhnen, die Welt mit einer anderen Frage zu betrachten:

„Was funktioniert hier eigentlich nicht besonders gut?“

Eine Geschäftsidee ist zunächst nur eine Hypothese

Der Markt muss sie bestätigen

Eine der größten Gefahren beim Gründen ist meiner Meinung nach, sich zu früh in die eigene Idee zu verlieben.

Man entwickelt einen Namen.

Man baut eine Website.

Man erstellt ein Logo.

Man entwickelt ein Angebot.

Vielleicht investiert man sogar Geld.

Und irgendwann fühlt sich das Ganze wie ein Unternehmen an.

Aber vielleicht hat noch kein einziger Kunde gekauft.

Dann existiert möglicherweise noch gar kein echtes Geschäftsmodell.

Deshalb würde ich versuchen, Ideen möglichst früh mit der Realität zu konfrontieren.

Gibt es Nachfrage?

Zahlt jemand dafür?

Kann ich Kunden gewinnen?

Ist die Leistung profitabel?

Kann ich sie wiederholt verkaufen?

Das sind wesentlich interessantere Fragen als:

„Gefällt mir meine Geschäftsidee?“

Lerne verkaufen

Auch wenn du kein klassischer Vertriebler bist

Wenn ich zukünftigen Unternehmern etwas empfehlen würde, wäre es, sich früh mit dem Thema Verkauf auseinanderzusetzen.

Nicht, weil jeder ein aggressiver Verkäufer werden muss.

Sondern weil Unternehmertum letztlich bedeutet, Wert zu schaffen und diesen Wert einem anderen Menschen oder Unternehmen verständlich zu machen.

Du musst verstehen:

  • Welches Problem hat dein Kunde?
  • Warum ist es relevant?
  • Was kostet das Problem?
  • Welche Lösung bietest du?
  • Warum sollte der Kunde dir vertrauen?
  • Warum sollte er jetzt handeln?
  • Warum ist dein Angebot wirtschaftlich sinnvoll?

Das ist Verkauf.

Und Verkauf ist nicht nur ein Job für eine Vertriebsabteilung.

Verkaufen ist eine unternehmerische Grundfähigkeit.

Du verkaufst deine Idee.

Du verkaufst deine Vision.

Du verkaufst dein Unternehmen.

Du verkaufst dich als Unternehmer.

Du gewinnst Mitarbeiter.

Du gewinnst Partner.

Du gewinnst Kunden.

Wer verkaufen kann, kann Möglichkeiten in Bewegung bringen.

Lerne Zahlen zu verstehen

Umsatz ist nicht gleich Erfolg

Ein weiterer Punkt, den ich jedem zukünftigen Unternehmer mitgeben würde:

Lerne die wirtschaftliche Seite deines Unternehmens wirklich zu verstehen.

Umsatz klingt gut.

Aber Umsatz alleine sagt wenig aus.

Du solltest wissen:

  • Was bleibt nach den Kosten übrig?
  • Wie hoch ist deine Marge?
  • Wie viel kostet ein Kunde?
  • Wie häufig kauft ein Kunde?
  • Wie viel Cashflow entsteht?
  • Wie viel Kapital steckt im Unternehmen?
  • Wie abhängig ist der Umsatz von einzelnen Kunden?
  • Wie viel deiner Zeit steckt in der Leistungserbringung?

Und irgendwann kommt eine weitere Frage hinzu:

Welchen Unternehmenswert baue ich eigentlich auf?

Diese Frage hat meinen eigenen Blick auf Unternehmertum stark verändert.

Denke nicht nur in Einkommen

Denke auch in Assets

Es ist ein Unterschied, ob du dir mit einem Unternehmen ein gutes Einkommen aufbaust oder ob du langfristig Eigentum aufbaust.

Wenn du jeden Monat viel Geld verdienst, aber sofort wieder bei null anfängst, sobald du nicht mehr arbeitest, hast du möglicherweise ein sehr gutes Einkommen.

Aber du hast nicht automatisch ein wertvolles Asset geschaffen.

Ein Unternehmen kann dagegen über Jahre:

  • Kundenbeziehungen,
  • Marke,
  • Prozesse,
  • Mitarbeiter,
  • Daten,
  • Systeme,
  • wiederkehrenden Umsatz,
  • Cashflow
  • und Marktposition

aufbauen.

Das kann Unternehmenswert erzeugen.

Deshalb würde ich zukünftigen Unternehmern empfehlen, irgendwann nicht mehr nur zu fragen:

„Wie viel verdiene ich mit meinem Unternehmen?“

Sondern:

„Was besitze ich nach fünf oder zehn Jahren, wenn ich konsequent daran arbeite?“

Baue etwas, das nicht vollständig von dir abhängt

Die eigene Arbeitskraft ist kein unbegrenzter Hebel

Am Anfang ist es völlig normal, dass ein Unternehmer sehr viel selbst macht.

Du verkaufst.

Du lieferst.

Du telefonierst.

Du schreibst Angebote.

Du kümmerst dich um Kunden.

Du machst Buchhaltung.

Du baust die Website.

Du löst Probleme.

Das gehört häufig zur Anfangsphase.

Aber irgendwann solltest du dich fragen:

„Baue ich gerade ein Unternehmen oder nur einen Arbeitsplatz für mich selbst?“

Das ist ein großer Unterschied.

Ein Unternehmen sollte sich langfristig möglichst weit von der persönlichen Arbeitskraft des Gründers lösen können.

Nicht vollständig.

Aber zumindest teilweise.

Dafür braucht es:

  • Prozesse,
  • Systeme,
  • Dokumentation,
  • Mitarbeiter,
  • Verantwortlichkeiten,
  • Technologie,
  • klare Abläufe.

Und vor allem:

Delegation.

Du musst nicht alles selbst machen

Unternehmer sein bedeutet nicht, der beste Mitarbeiter des Unternehmens zu sein

Gerade am Anfang ist Selbstständigkeit häufig sehr operativ.

Man macht alles selbst.

Das kann sogar ein Vorteil sein, weil man dadurch das Geschäft sehr genau kennenlernt.

Aber langfristig kann genau das zur Falle werden.

Wenn du jede wichtige Aufgabe selbst erledigen musst, bist du möglicherweise nicht der Eigentümer eines Systems.

Du bist das System.

Ich glaube, zukünftige Unternehmer sollten deshalb möglichst früh lernen, zwischen folgenden Dingen zu unterscheiden:

Was kann nur ich tun?

Was sollte ich tun?

Was kann jemand anderes besser?

Was muss überhaupt nicht mehr gemacht werden?

Diese Fragen verändern ein Unternehmen.

Lerne zu delegieren, bevor du dich selbst überlastest

Nicht jede Aufgabe verdient deine Zeit

Zeit ist eine der wenigen Ressourcen, die wir nicht zurückkaufen können.

Deshalb würde ich Unternehmern empfehlen, ihre Zeit irgendwann wie Kapital zu betrachten.

Wenn du eine Stunde investierst, sollte zumindest die Frage erlaubt sein:

„Ist das gerade die beste Verwendung meiner Zeit?“

Vielleicht kannst du eine Aufgabe für 20 Euro selbst erledigen.

Vielleicht kann sie jemand anderes für 30 Euro erledigen.

Auf den ersten Blick sparst du 10 Euro.

Aber wenn du in derselben Zeit eine Aufgabe erledigen könntest, die deinem Unternehmen 300 Euro oder langfristig viel mehr Wert bringt, war das Sparen möglicherweise die schlechtere Entscheidung.

Das ist eine unternehmerische Denkweise, die ich selbst immer wichtiger finde.

Du wirst Fehler machen

Das ist kein Zeichen dafür, dass du ungeeignet bist

Ein weiterer Punkt, den ich zukünftigen Unternehmern mitgeben möchte:

Plane Fehler ein.

Nicht, weil du scheitern sollst.

Sondern weil du Entscheidungen unter Unsicherheit treffen wirst.

Du wirst nicht immer die richtigen Informationen haben.

Du wirst Kunden falsch einschätzen.

Du wirst vielleicht einen falschen Partner auswählen.

Du wirst möglicherweise zu viel Zeit in eine Idee investieren.

Du wirst eine Chance unterschätzen.

Du wirst vielleicht zu spät handeln.

Oder zu früh.

Das gehört dazu.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:

„Wie vermeide ich jeden Fehler?“

Sondern:

„Wie stelle ich sicher, dass mich ein Fehler nicht aus dem Spiel nimmt?“

Vermeide Fehler, die dich ruinieren

Nicht jeder Fehler kostet dasselbe

Das ist für mich ein wichtiger Unterschied.

Ein kleiner Fehler kostet vielleicht ein paar Stunden.

Ein anderer kostet einige Tausend Euro.

Ein weiterer kann ein Unternehmen gefährden.

Deshalb sollte man Risiken nicht nur danach bewerten, wie wahrscheinlich sie sind.

Auch die Konsequenz zählt.

Ich würde deshalb versuchen, gerade am Anfang Risiken zu vermeiden, die existenzbedrohend sind.

Teste lieber klein.

Lerne.

Passe an.

Skaliere erst, wenn du mehr Sicherheit hast.

Das ist nicht Feigheit.

Das ist Risikomanagement.

Ausdauer ist wichtiger, als viele denken

Aber Ausdauer bedeutet nicht, stur zu sein

Unternehmertum braucht Durchhaltevermögen.

Manchmal dauert es länger als gedacht.

SEO braucht Zeit.

Marken brauchen Zeit.

Kundenbeziehungen brauchen Zeit.

Vertrauen braucht Zeit.

Unternehmen brauchen Zeit.

Aber Ausdauer bedeutet für mich nicht:

„Ich mache exakt dasselbe zehn Jahre lang, egal was passiert.“

Das wäre keine Ausdauer.

Das wäre möglicherweise Sturheit.

Echte Ausdauer bedeutet für mich:

Am Ziel festhalten, aber den Weg verändern dürfen.

Vielleicht funktioniert Plan A nicht.

Dann kommt Plan B.

Vielleicht muss das Geschäftsmodell verändert werden.

Vielleicht muss der Markt angepasst werden.

Vielleicht braucht es einen Partner.

Vielleicht muss die Idee komplett neu gedacht werden.

Das Ziel kann bestehen bleiben, während sich der Weg verändert.

Du musst nicht der Talentierteste sein

Du musst bereit sein, weiterzulernen

Unternehmertum ist ein Lernprozess.

Du wirst Dinge können, die du heute noch nicht kannst.

Du wirst lernen:

  • zu verkaufen,
  • zu verhandeln,
  • zu führen,
  • zu rechnen,
  • zu delegieren,
  • zu entscheiden,
  • zu präsentieren,
  • Märkte zu analysieren,
  • Kunden zu verstehen,
  • Mitarbeiter zu entwickeln.

Deshalb würde ich mir weniger Gedanken darüber machen, ob du heute bereits „Unternehmertalent“ besitzt.

Viel wichtiger ist die Frage:

„Bin ich bereit, mich über Jahre weiterzuentwickeln?“

Du brauchst nicht die perfekte Persönlichkeit

Es gibt nicht den einen Unternehmertyp

Manche Unternehmer sind laut.

Andere ruhig.

Manche sind visionär.

Andere extrem analytisch.

Manche können hervorragend verkaufen.

Andere bauen außergewöhnlich gute Produkte.

Manche sind technisch.

Andere sind stark im Umgang mit Menschen.

Ich glaube nicht, dass es die eine Persönlichkeit gibt, die Unternehmer sein muss.

Wichtiger ist, die eigenen Stärken zu kennen.

Und die eigenen Schwächen nicht zu ignorieren.

Baue dir ein Umfeld, das dich ergänzt

Du musst nicht alles können – aber du solltest wissen, wer es kann

Das führt direkt zum Thema Partnerschaften.

Ich halte langfristige Beziehungen für einen enorm wichtigen Bestandteil von Unternehmertum.

Ein gutes Netzwerk bedeutet für mich nicht, möglichst viele Kontakte auf LinkedIn zu haben.

Es bedeutet:

Menschen zu kennen, denen du vertraust.

Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Menschen, die selbst unternehmerisch denken.

Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Menschen, mit denen man auch dann sprechen kann, wenn gerade nicht alles perfekt läuft.

Ein Unternehmer muss nicht alles selbst können.

Aber er sollte wissen, wen er fragen kann.

Wähle deine Partner sorgfältig

Ein guter Partner ist mehr als zusätzliche Arbeitskraft

Wenn du irgendwann ein Unternehmen mit einem Partner aufbaust, würde ich nicht nur auf Fähigkeiten schauen.

Ich würde auch auf Werte achten.

Wie geht jemand mit Problemen um?

Wie trifft er Entscheidungen?

Wie geht er mit Geld um?

Wie reagiert er unter Druck?

Wie denkt er über Verantwortung?

Wie langfristig ist seine Perspektive?

Wie wichtig ist ihm Ownership?

Denn ein Unternehmen kann viele Herausforderungen überleben.

Eine schlechte Partnerschaft kann dagegen unglaublich belastend werden.

Deshalb:

Lieber länger nach dem richtigen Menschen suchen als zu schnell die falsche Partnerschaft eingehen.

Lerne, langfristig zu denken

Unternehmenswert entsteht selten über Nacht

Wir leben in einer Welt, in der Erfolg oft sehr kurzfristig dargestellt wird.

Ein virales Video.

Ein schneller Exit.

Ein spektakulärer Umsatz.

Ein Start-up mit riesiger Bewertung.

Ich finde diese Geschichten interessant.

Aber sie sollten nicht die eigene Erwartung an Unternehmertum bestimmen.

Ich persönlich denke zunehmend in längeren Zeiträumen.

Was kann ich in fünf Jahren aufgebaut haben?

Was kann in zehn Jahren daraus entstehen?

Welche Beziehungen kann ich entwickeln?

Welche Unternehmen können entstehen?

Welche Assets kann ich besitzen?

Welche Fähigkeiten kann ich bis dahin entwickeln?

Diese Fragen verändern Entscheidungen.

Denke in Zinseszins

Nicht nur bei Geld

Zinseszins funktioniert für mich nicht nur bei Kapital.

Er funktioniert auch bei:

  • Wissen,
  • Beziehungen,
  • Reputation,
  • Content,
  • SEO,
  • Marken,
  • Kunden,
  • Prozessen,
  • Erfahrung,
  • Unternehmenswert.

Ein einzelner Blogartikel verändert wahrscheinlich nicht dein Leben.

Aber hundert gute Artikel können eine digitale Präsenz verändern.

Ein einzelner Kontakt verändert vielleicht nichts.

Aber über zehn Jahre können daraus starke Geschäftsbeziehungen entstehen.

Ein kleiner Prozess ist zunächst unspektakulär.

Aber hundert optimierte Prozesse können ein Unternehmen massiv verändern.

Kleine Vorteile können sich über lange Zeiträume multiplizieren.

SEO ist ein gutes Beispiel dafür

Geduld kann einen Wettbewerbsvorteil schaffen

Ich beschäftige mich intensiv mit SEO, weil ich die grundsätzliche Logik interessant finde.

Du kannst heute einen guten Artikel erstellen.

Vielleicht passiert zunächst wenig.

Aber wenn der Inhalt wirklich hilfreich ist, kann er langfristig Sichtbarkeit aufbauen.

Daraus können:

Sichtbarkeit → Nachfrage → Kunden → Umsatz → Cashflow

entstehen.

Das ist kein Automatismus.

Aber genau deshalb gefällt mir der Ansatz.

Man baut heute etwas, das möglicherweise morgen und übermorgen noch Wert erzeugt.

Google selbst beschreibt SEO ausdrücklich als sinnvoll, wenn es auf hilfreiche, nutzerorientierte Inhalte angewendet wird – nicht als Mittel, um ausschließlich Suchmaschinen zu manipulieren.

Baue Assets, nicht nur Aufgaben

Die wichtigste Frage am Ende eines Arbeitstages

Ich finde eine Frage besonders interessant:

„Was habe ich heute aufgebaut, das morgen noch existiert?“

Vielleicht hast du heute einen Kundenauftrag erledigt.

Das ist wichtig.

Aber vielleicht hast du zusätzlich:

  • einen Prozess dokumentiert,
  • einen Mitarbeiter eingearbeitet,
  • einen Artikel geschrieben,
  • eine Landingpage aufgebaut,
  • eine Marke entwickelt,
  • einen Kunden gewonnen,
  • eine Partnerschaft aufgebaut,
  • ein System automatisiert,
  • oder eine neue Geschäftsmöglichkeit getestet.

Das sind Dinge, die potenziell über den heutigen Tag hinaus wirken.

Genau diese Perspektive möchte ich zukünftigen Unternehmern mitgeben.

Du musst nicht sofort groß denken – aber langfristig

Build small, think big

Ich glaube nicht daran, dass jedes Unternehmen am Anfang riesig sein muss.

Im Gegenteil.

Ich finde es oft sinnvoller, klein anzufangen.

Ein Problem.

Eine Zielgruppe.

Eine Leistung.

Ein Kunde.

Dann der nächste.

Dann ein funktionierender Prozess.

Dann ein Mitarbeiter.

Dann ein weiteres Kundensegment.

Dann vielleicht ein zweiter Standort.

Oder ein zweites Unternehmen.

Die Größe kommt später.

Die Denkweise darf trotzdem von Anfang an langfristig sein.

Freiheit sollte ein Ziel des Unternehmens sein

Nicht nur mehr Arbeit

Ein Punkt ist mir persönlich besonders wichtig:

Ich möchte kein Unternehmen aufbauen, das mein Leben schlechter macht.

Das klingt selbstverständlich.

Ist es aber nicht.

Ein Unternehmen kann Umsatz machen und trotzdem das gesamte Leben dominieren.

Wenn du 80 Stunden arbeitest, ständig erreichbar bist und ohne dich nichts funktioniert, hast du vielleicht ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut.

Aber vielleicht keine größere Freiheit.

Deshalb würde ich zukünftigen Unternehmern empfehlen, früh darüber nachzudenken:

Was soll mein Unternehmen für mein Leben ermöglichen?

Mehr Zeit?

Mehr finanzielle Unabhängigkeit?

Reisen?

Flexibilität?

Kreativität?

Unabhängigkeit?

Die Möglichkeit, neue Projekte zu starten?

Das ist keine nebensächliche Frage.

Für mich gehört Lebensqualität zur Unternehmensstrategie.

Definiere deinen eigenen Erfolg

Du musst nicht das Spiel anderer spielen

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Fragen überhaupt:

Was bedeutet Erfolg für dich?

Für den einen sind es 10 Millionen Euro Umsatz.

Für den anderen ein kleines Unternehmen mit fünf Mitarbeitern und viel Freiheit.

Für den nächsten ein Unternehmen, das international tätig ist.

Für einen anderen vielleicht die Möglichkeit, nur drei Tage pro Woche zu arbeiten.

Es gibt keine allgemeingültige Definition.

Deshalb solltest du aufpassen, nicht das Ziel eines anderen Menschen zu deinem eigenen zu machen.

Du musst dein eigenes Spiel definieren.

Geld ist wichtig – aber nicht das einzige Ziel

Unternehmenswert kann langfristig wichtiger werden

Ich halte Geld selbstverständlich für wichtig.

Es ermöglicht Freiheit.

Es reduziert Abhängigkeiten.

Es schafft Handlungsspielräume.

Aber irgendwann wird für mich eine andere Frage wichtiger:

Was kann ich besitzen?

Denn Eigentum kann langfristig stärker wirken als reines Einkommen.

Ein Unternehmen kann Cashflow erzeugen.

Dieser Cashflow kann reinvestiert werden.

Dadurch können weitere Unternehmen oder Beteiligungen entstehen.

So kann aus unternehmerischer Arbeit langfristig ein Portfolio entstehen.

Genau diese Entwicklung finde ich spannend.

Denke wie ein Builder, dann wie ein Owner

Und irgendwann wie ein Investor

Meine persönliche Denkweise lässt sich inzwischen relativ einfach zusammenfassen:

Builder. Owner. Investor.

Zuerst muss etwas entstehen.

Dann muss Ownership entstehen.

Und irgendwann kann Kapital strategisch eingesetzt werden.

Das bedeutet:

Create Equity.

Geschäftsmöglichkeiten entwickeln und Unternehmenswert schaffen.

Compound Equity.

Bestehende Unternehmen und Beteiligungen weiterentwickeln.

Allocate Capital.

Kapital aus einer stärkeren Position heraus neu einsetzen.

Ich finde diese Perspektive wesentlich interessanter, als nur von einem möglichst hohen Monatsumsatz zum nächsten zu denken.

Du darfst Unternehmer sein, bevor du dich Unternehmer nennst

Die Umsetzung kommt vor dem Etikett

Manchmal warten Menschen auf einen bestimmten Moment.

„Wenn ich gegründet habe, bin ich Unternehmer.“

„Wenn ich meinen ersten Mitarbeiter habe, bin ich Unternehmer.“

„Wenn ich 100.000 Euro Umsatz mache, bin ich Unternehmer.“

Ich sehe das anders.

Unternehmertum beginnt für mich viel früher.

In dem Moment, in dem du Verantwortung für eine Möglichkeit übernimmst.

Du erkennst ein Problem.

Du entwickelst eine Lösung.

Du gehst ein kalkuliertes Risiko ein.

Du versuchst, Kunden zu gewinnen.

Du lernst aus dem Feedback.

Du triffst Entscheidungen.

Das ist bereits unternehmerisches Denken.

Warte nicht auf Selbstvertrauen

Selbstvertrauen entsteht häufig erst durch Erfahrung

Viele Menschen denken:

„Ich bin noch nicht bereit.“

Vielleicht stimmt das sogar.

Aber du wirst wahrscheinlich nie das Gefühl haben, zu 100 Prozent bereit zu sein.

Ein Teil des Selbstvertrauens entsteht erst durch das Machen.

Du führst dein erstes Verkaufsgespräch.

Du bekommst deine erste Absage.

Du gewinnst deinen ersten Kunden.

Du löst dein erstes ernsthaftes Problem.

Du machst deinen ersten Fehler.

Du überstehst ihn.

Und irgendwann stellst du fest:

Ich kann Probleme lösen, die ich vorher noch nicht lösen konnte.

Das ist echtes Selbstvertrauen.

Lerne mit Unsicherheit zu leben

Unternehmertum bedeutet Entscheidungen ohne vollständige Informationen

Das ist vielleicht einer der größten Unterschiede zu einem klassischen Angestelltenverhältnis.

Als Unternehmer wirst du häufig Entscheidungen treffen müssen, obwohl du nicht alle Informationen hast.

Soll ich investieren?

Soll ich einstellen?

Soll ich den Kunden annehmen?

Soll ich das Angebot verändern?

Soll ich expandieren?

Soll ich einen Partner aufnehmen?

Soll ich eine Idee stoppen?

Es gibt selten eine perfekte Antwort.

Du brauchst deshalb nicht nur Wissen.

Du brauchst Entscheidungsfähigkeit unter Unsicherheit.

Aber verwechsle Mut nicht mit Leichtsinn

Kalkuliertes Risiko ist etwas anderes als Blindflug

Unternehmer müssen Risiken eingehen.

Aber ich glaube nicht daran, Risiken romantisch zu verklären.

Mut bedeutet nicht:

„Ich setze alles auf eine Karte.“

Mut kann auch bedeuten:

„Ich habe das Risiko verstanden und entscheide mich trotzdem bewusst dafür.“

Das ist ein großer Unterschied.

Wenn du ein Unternehmen aufbauen willst, solltest du Chancen sehen.

Aber genauso wichtig ist es, die möglichen Konsequenzen zu verstehen.

Baue dir Optionen auf

Nicht jede Entscheidung muss endgültig sein

Ich mag den Gedanken der Optionality.

Eine Geschäftsmöglichkeit muss heute noch nicht vollständig feststehen.

Vielleicht entwickelst du eine Website.

Vielleicht entsteht daraus Nachfrage.

Vielleicht wird daraus ein kleines Geschäftsmodell.

Vielleicht kommt ein Partner hinzu.

Vielleicht wird daraus ein eigenständiges Unternehmen.

Vielleicht wird es später mit einem anderen Unternehmen verbunden.

Vielleicht verkaufst du es.

Vielleicht wird daraus überhaupt nichts.

Aber wenn du die Möglichkeit nie geschaffen hast, existiert auch keine Option.

Das ist für mich ein interessanter Teil unternehmerischen Denkens:

Du musst heute nicht wissen, was in drei Jahren passiert. Du musst zunächst Möglichkeiten schaffen.

Denke in Beziehungen, nicht nur in Transaktionen

Langfristige Unternehmerbeziehungen sind wertvoll

Ein Kunde ist nicht nur eine Rechnung.

Ein Partner ist nicht nur eine Ressource.

Ein Mitarbeiter ist nicht nur eine Position.

Ein Unternehmernetzwerk ist nicht nur eine Sammlung von Kontakten.

Hinter all diesen Dingen stehen Menschen.

Und langfristige Beziehungen können sich über Jahre entwickeln.

Deshalb würde ich zukünftigen Unternehmern empfehlen:

Sei zuverlässig.

Halte dein Wort.

Behandle Menschen fair.

Denke langfristig.

Brenne keine Brücken, nur weil eine Zusammenarbeit heute nicht funktioniert.

Man weiß nie, welche Rolle ein Mensch fünf Jahre später im eigenen unternehmerischen Weg spielen kann.

Dein Ruf ist ein Asset

Reputation entsteht langsam und verschwindet schnell

Je länger ich über Unternehmertum nachdenke, desto mehr sehe ich Reputation als echtes Asset.

Menschen müssen dir vertrauen.

Kunden.

Partner.

Mitarbeiter.

Lieferanten.

Investoren.

Andere Unternehmer.

Ein guter Ruf lässt sich nicht einfach kaufen.

Er entsteht durch wiederholtes Verhalten.

Durch Verlässlichkeit.

Durch Ergebnisse.

Durch Fairness.

Durch langfristige Beziehungen.

Deshalb würde ich zukünftigen Unternehmern sagen:

Schütze deinen Ruf.

Er ist möglicherweise wertvoller als kurzfristiger Gewinn.

Du musst nicht jede Chance nutzen

Nein sagen ist eine unternehmerische Fähigkeit

Je mehr Möglichkeiten entstehen, desto wichtiger wird Fokus.

Nicht jede Anfrage ist ein guter Kunde.

Nicht jede Geschäftsidee ist ein gutes Unternehmen.

Nicht jede Partnerschaft ist sinnvoll.

Nicht jeder Markt passt.

Nicht jedes Projekt verdient deine Zeit.

Unternehmertum bedeutet deshalb nicht nur:

Ja zu Chancen.

Es bedeutet auch:

Nein zu Ablenkung.

Das kann schwer sein.

Aber jede Entscheidung für eine Sache ist gleichzeitig eine Entscheidung gegen viele andere Dinge.

Fokus ist ein Multiplikator

Weniger Dinge können mehr bewirken

Wenn du zehn Projekte gleichzeitig aufbaust, bekommt vielleicht keines genug Aufmerksamkeit.

Wenn du drei Projekte verfolgst, wird es besser.

Wenn du eines wirklich konsequent entwickelst, kann daraus etwas entstehen.

Natürlich gibt es Situationen, in denen mehrere Unternehmen oder Projekte parallel sinnvoll sind.

Aber ich würde aufpassen, Aktivität mit Fortschritt zu verwechseln.

Viele offene Baustellen sind nicht automatisch Unternehmertum.

Lerne, Dinge zu beenden

Nicht jede Idee muss gerettet werden

Das Gegenteil von Ausdauer ist nicht Aufgeben.

Manchmal ist Aufgeben die richtige unternehmerische Entscheidung.

Wenn die Nachfrage nicht existiert.

Wenn die Zahlen nicht funktionieren.

Wenn die Partnerschaft nicht passt.

Wenn der Markt sich anders entwickelt.

Wenn die Opportunitätskosten zu hoch werden.

Dann kann es sinnvoll sein, einen Schlussstrich zu ziehen.

Das bedeutet nicht, dass die Zeit verloren war.

Vielleicht hast du Fähigkeiten gelernt.

Kontakte aufgebaut.

Marktkenntnisse gewonnen.

Oder etwas verstanden, das dir beim nächsten Unternehmen hilft.

Deine Erfahrungen sind kumulativ

Nichts ist vollständig verloren

Das ist einer der Gedanken, die ich heute sehr schätze.

Du baust nicht nur Unternehmen auf.

Du baust auch unternehmerische Erfahrung auf.

Eine gescheiterte Idee kann später hilfreich sein.

Ein schwieriger Kunde kann dir zeigen, welche Kunden du künftig nicht möchtest.

Ein Fehler bei einem Partner kann deine Auswahlkriterien verbessern.

Ein erfolgreiches Projekt kann dir ein neues Geschäftsmodell zeigen.

Eine Website kann dir SEO-Erfahrung bringen.

Ein Vertriebsgespräch kann dir zeigen, wie Kunden denken.

Diese Erfahrungen bleiben.

Sie werden Teil deines unternehmerischen Werkzeugkastens.

Lerne schneller als dein Wettbewerb

Nicht unbedingt mehr arbeiten

Ein Wettbewerbsvorteil kann darin liegen, schneller zu lernen.

Eine Idee testen.

Feedback bekommen.

Auswerten.

Verändern.

Erneut testen.

Das klingt unspektakulär.

Aber genau darin kann ein enormer Vorteil liegen.

Denn während andere monatelang über eine Idee diskutieren, kannst du möglicherweise bereits echte Marktdaten sammeln.

Geschwindigkeit beim Lernen ist häufig wertvoller als Geschwindigkeit beim Planen.

Baue nicht für die nächste Bewertung

Baue für echten Wert

Ein Unternehmen sollte nicht nur deshalb aufgebaut werden, damit es irgendwann groß aussieht.

Ich würde mir eher die Frage stellen:

Erzeugt dieses Unternehmen echten Wert?

Hat es Kunden?

Löst es Probleme?

Erzeugt es Cashflow?

Besitzt es eine gute Marktposition?

Hat es eine starke Organisation?

Ist es übertragbar?

Kann es unabhängig vom Gründer funktionieren?

Kann es langfristig wachsen?

Das sind aus meiner Sicht wesentlich interessantere Fragen.

Unternehmenswert entsteht aus mehreren Faktoren

Nicht nur aus Umsatz

Wenn ich über Unternehmenswert nachdenke, sehe ich nicht nur Umsatz.

Relevant können unter anderem sein:

  • Profitabilität,
  • Cashflow,
  • Wachstum,
  • Kundenstruktur,
  • wiederkehrende Umsätze,
  • Marke,
  • Prozesse,
  • Mitarbeiter,
  • Management,
  • Marktposition,
  • Skalierbarkeit,
  • Abhängigkeit vom Gründer,
  • strategische Bedeutung.

Deshalb sollte ein Unternehmer nicht nur versuchen, möglichst viel Umsatz zu erzeugen.

Er sollte sich fragen:

„Welche Eigenschaften machen mein Unternehmen langfristig wertvoll?“

Denke irgendwann über Ownership nach

Eigentum verändert die Perspektive

Wenn du ausschließlich für dein Einkommen arbeitest, ist deine persönliche Arbeitskraft der wichtigste Hebel.

Wenn du Eigentum aufbaust, verändert sich das.

Du besitzt möglicherweise einen Anteil an einem Unternehmen, das von vielen Menschen gemeinsam weiterentwickelt wird.

Dadurch kann Wert entstehen, der nicht ausschließlich an deine persönliche Arbeitszeit gekoppelt ist.

Das ist für mich einer der interessantesten Aspekte des Unternehmertums.

Nicht nur:

Was verdiene ich?

Sondern:

Was besitze ich?

Vielleicht musst du gar kein großes Unternehmen gründen

Ein gutes Unternehmen kann klein sein

Auch das möchte ich zukünftigen Unternehmern mitgeben:

Du musst nicht zwangsläufig ein Unternehmen mit Hunderten Mitarbeitern aufbauen.

Ein profitables, gut organisiertes Unternehmen mit einem guten Team kann ein hervorragendes Unternehmen sein.

Wenn es:

  • Cashflow erzeugt,
  • Kunden glücklich macht,
  • Mitarbeitern gute Arbeitsplätze bietet,
  • dem Eigentümer Freiheit gibt
  • und langfristig einen Wert besitzt,

dann kann es bereits sehr erfolgreich sein.

Die Größe ist nicht automatisch die Qualität.

Unternehmertum sollte dein Leben verbessern

Das Unternehmen ist nicht der Selbstzweck

Ich möchte persönlich nicht irgendwann auf mein unternehmerisches Leben zurückblicken und feststellen:

„Ich habe zwar Unternehmen aufgebaut, aber mein Leben verpasst.“

Das wäre für mich kein Erfolg.

Deshalb gehört für mich Lebensqualität in die Unternehmensstrategie.

Ich möchte Unternehmen aufbauen, die mir langfristig mehr ermöglichen:

  • Zeit,
  • Freiheit,
  • Reisen,
  • Unabhängigkeit,
  • neue Projekte,
  • interessante Menschen,
  • geistige Herausforderung.

Das bedeutet nicht, dass Unternehmertum immer bequem sein muss.

Natürlich wird es schwierige Phasen geben.

Aber langfristig sollte das Unternehmen mehr Freiheit schaffen als zerstören.

Du darfst deine eigene Definition von Erfolg entwickeln

Erfolg ist nicht nur Geld

Vielleicht verändert sich deine Definition von Erfolg im Laufe der Jahre.

Am Anfang möchtest du vielleicht einfach unabhängig sein.

Später möchtest du ein Team aufbauen.

Dann vielleicht mehrere Unternehmen.

Irgendwann vielleicht eine Unternehmensgruppe.

Und irgendwann stellst du vielleicht fest, dass Zeit wichtiger geworden ist als zusätzlicher Umsatz.

Das ist okay.

Unternehmerische Ziele dürfen sich verändern.

Vielleicht ist genau das ein Zeichen dafür, dass du dich weiterentwickelst.

Was ich zukünftigen Unternehmern wirklich mitgeben möchte

Du musst nicht perfekt starten

Wenn ich all diese Gedanken auf einige wenige Punkte reduzieren müsste, wären es diese:

Beginne.

Du wirst unterwegs lernen.

Beobachte Probleme.

Daraus entstehen oft bessere Geschäftsmöglichkeiten als aus künstlich entwickelten Ideen.

Teste früh.

Der Markt ist ehrlicher als deine eigene Begeisterung.

Lerne verkaufen.

Ohne Nachfrage gibt es kein funktionierendes Unternehmen.

Verstehe deine Zahlen.

Umsatz ist nicht Gewinn und Gewinn ist nicht automatisch Unternehmenswert.

Denke langfristig.

Gute Unternehmen brauchen Zeit.

Baue Assets.

Nicht nur Einkommen.

Baue Systeme.

Nicht nur deinen eigenen Arbeitsplatz.

Wähle Menschen sorgfältig.

Partnerschaften können Unternehmen verändern.

Bleibe flexibel.

Der Weg darf sich verändern.

Schütze deine Freiheit.

Das Unternehmen sollte dein Leben langfristig verbessern.

Denke in Ownership.

Was bleibt dir, wenn du nicht mehr jeden Tag selbst arbeitest?

Meine persönliche Perspektive

Ich sehe Unternehmertum heute weniger als Beruf und mehr als langfristigen Weg

Je länger ich mich mit Unternehmertum beschäftige, desto weniger glaube ich an den einen großen Durchbruch.

Ich glaube vielmehr an eine Vielzahl kleiner Entscheidungen.

Eine Idee.

Ein Gespräch.

Ein Kunde.

Eine Website.

Ein Artikel.

Eine Partnerschaft.

Ein Fehler.

Eine Verbesserung.

Ein neues Unternehmen.

Ein weiterer Versuch.

Und irgendwann entsteht aus diesen vielen einzelnen Entscheidungen etwas Größeres.

Genau deshalb möchte ich auch nicht behaupten, dass ich den perfekten Weg kenne.

Ich befinde mich selbst auf diesem Weg.

Aber ich weiß inzwischen ziemlich genau, welche Richtung mich interessiert.

Ich möchte Geschäftsmöglichkeiten entwickeln.

Ich möchte Unternehmen aufbauen.

Ich möchte Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenbringen.

Ich möchte Ownership aufbauen.

Und langfristig möchte ich aus einzelnen Unternehmen eine Unternehmensgruppe entwickeln.

Nicht nur wegen des Geldes.

Sondern wegen der Möglichkeiten, die daraus entstehen können.

Mehr Freiheit.

Mehr Unabhängigkeit.

Mehr Zeit.

Mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Und die Möglichkeit, immer wieder neue Dinge aufzubauen.

Vielleicht ist das Wichtigste: Bleib neugierig

Unternehmertum ist ein Lernprozess

Wenn ich zukünftigen Unternehmern am Ende wirklich nur einen Gedanken mitgeben dürfte, wäre es vielleicht dieser:

Bleib neugierig.

Frage dich:

  • Warum funktioniert das so?
  • Warum nicht anders?
  • Wo liegt ein Problem?
  • Wer hat dieses Problem?
  • Was wäre eine bessere Lösung?
  • Kann daraus ein Geschäftsmodell entstehen?
  • Wer könnte es umsetzen?
  • Was müsste ich testen?
  • Was kann ich daraus lernen?

Diese Fragen können über Jahre wertvoller sein als jeder einzelne Businessplan.

Denn Unternehmertum ist für mich letztlich die Fähigkeit, Möglichkeiten zu erkennen und daraus etwas zu bauen.

Fazit: Was ich zukünftigen Unternehmern mitgeben möchte

Ich würde niemandem versprechen, dass Unternehmertum einfach wird.

Das wäre nicht ehrlich.

Es gibt Unsicherheit.

Risiken.

Fehler.

Rückschläge.

Überforderung.

Zweifel.

Und manchmal auch lange Phasen, in denen man nicht genau weiß, ob man überhaupt vorankommt.

Aber genau darin liegt auch die Möglichkeit.

Du kannst etwas Eigenes entwickeln.

Du kannst lernen.

Du kannst Entscheidungen treffen.

Du kannst Menschen zusammenbringen.

Du kannst Geschäftsmodelle entwickeln.

Du kannst Unternehmen aufbauen.

Du kannst Eigentum schaffen.

Und du kannst dir langfristig ein Leben gestalten, das stärker deinen eigenen Vorstellungen entspricht.

Wenn ich zukünftigen Unternehmern etwas mitgeben möchte, dann deshalb nicht die eine perfekte Strategie.

Ich würde ihnen eher sagen:

Fang an.

Lerne.

Teste.

Mach Fehler.

Bleib beweglich.

Baue Beziehungen auf.

Denke langfristig.

Baue Assets.

Schaffe Ownership.

Und vor allem:

Versuche nicht, das perfekte Unternehmen zu bauen. Versuche, Schritt für Schritt etwas Wertvolles aufzubauen.

Denn vielleicht ist genau das Unternehmertum:

Nicht zu wissen, wie die komplette Reise aussieht.

Aber trotzdem den nächsten Schritt zu gehen.

Und irgendwann zurückzublicken und festzustellen:

Aus vielen kleinen Entscheidungen ist etwas entstanden, das vorher noch nicht existiert hat.

Das ist für mich einer der schönsten Gedanken am Unternehmertum.