Wie du deine persönliche Unternehmerstrategie entwickelst

Viele Menschen haben einen Businessplan.

Weniger Menschen haben eine persönliche Unternehmerstrategie.

Dabei halte ich genau diese Frage für mindestens genauso wichtig:

Was für ein Unternehmer möchtest du eigentlich werden – und welches Unternehmen passt zu diesem Leben?

Denn Unternehmertum besteht nicht nur aus der Frage, welches Unternehmen du gründest.

Es geht auch darum, wie du arbeiten möchtest, welche Rolle du langfristig einnehmen willst, welche Risiken du akzeptierst, welche Art von Vermögen du aufbauen möchtest und wie viel Freiheit du mit deinem Unternehmertum gewinnen möchtest.

Ich glaube, dass viele Unternehmer diese Fragen erst sehr spät stellen.

Sie starten mit einer Geschäftsidee.

Dann kommen die ersten Kunden.

Dann kommen Mitarbeiter.

Dann kommen neue Projekte.

Dann wächst der Umsatz.

Und irgendwann stellt man fest:

„Ich habe zwar ein Unternehmen aufgebaut – aber eigentlich habe ich mir einen Job gebaut, den ich jetzt selbst nicht mehr verlassen kann.“

Genau deshalb finde ich das Thema persönliche Unternehmerstrategie so interessant.

Eine Unternehmerstrategie beginnt für mich nicht mit einem Businessplan.

Sie beginnt mit der Frage:

„Wo möchte ich als Unternehmer langfristig hin?“

Und daraus ergeben sich weitere Fragen:

Welches Unternehmen möchte ich aufbauen?

Welche Rolle möchte ich darin spielen?

Möchte ich operativ arbeiten oder strategisch?

Möchte ich ein einzelnes Unternehmen besitzen oder mehrere?

Möchte ich vor allem Einkommen erzielen oder langfristig Unternehmenswert und Vermögen aufbauen?

Möchte ich alleine arbeiten oder mit Partnern?

Wie viel Risiko möchte ich eingehen?

Wie viel Freiheit brauche ich?

Und vor allem:

Passt das Unternehmen, das ich aufbaue, überhaupt zu dem Leben, das ich später führen möchte?

Genau darum geht es in diesem Artikel.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine persönliche Unternehmerstrategie beschreibt, wie du dein Unternehmertum langfristig entwickeln möchtest.
  • Sie ist mehr als ein Businessplan oder eine klassische Unternehmensstrategie.
  • Der Ausgangspunkt sollte nicht nur das Unternehmen, sondern auch deine persönliche Lebens- und Zielvorstellung sein.
  • Du solltest definieren, welche Rolle du langfristig im Unternehmen einnehmen möchtest.
  • Einkommen und Unternehmenswert sind zwei unterschiedliche Ziele.
  • Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, sollte Eigentum und Unternehmenswert bewusst in seine Strategie einbeziehen.
  • Nicht jedes Unternehmen passt zu jedem Unternehmer.
  • Deine persönlichen Stärken, Interessen, Ressourcen und Risikobereitschaft sollten zur Strategie passen.
  • Eine gute Unternehmerstrategie muss nicht exakt vorhersehbar sein. Sie sollte eine Richtung geben.
  • Unternehmerische Optionality kann ein wichtiger Bestandteil einer langfristigen Strategie sein.
  • Partnerschaften können es ermöglichen, Kompetenzen und Ownership sinnvoll miteinander zu verbinden.
  • Deine Strategie darf sich verändern, wenn du neue Erfahrungen sammelst.
  • Die wichtigste Frage lautet nicht nur: „Was will ich heute erreichen?“, sondern: „Wer möchte ich als Unternehmer in fünf oder zehn Jahren sein?“

 

Was ist eine persönliche Unternehmerstrategie?

Der Begriff klingt zunächst vielleicht etwas theoretisch.

Für mich ist eine persönliche Unternehmerstrategie aber eigentlich sehr praktisch.

Sie beantwortet die Frage:

„Wie möchte ich mein Unternehmertum langfristig gestalten?“

Dabei geht es um mehrere Ebenen.

Zum Beispiel:

Persönlichkeit

Wer möchte ich als Unternehmer werden?

Geschäft

Welche Unternehmen möchte ich aufbauen oder besitzen?

Rolle

Welche Aufgaben möchte ich selbst übernehmen?

Ownership

Welche Unternehmen oder Beteiligungen möchte ich besitzen?

Finanzen

Wie möchte ich Einkommen, Cashflow und Vermögen entwickeln?

Freiheit

Wie soll mein Unternehmen mein Leben beeinflussen?

Partnerschaften

Mit welchen Menschen möchte ich zusammenarbeiten?

Zeit

Wofür möchte ich meine Zeit langfristig einsetzen?

Das Interessante daran:

Diese Fragen hängen miteinander zusammen.

 

Eine Unternehmerstrategie ist kein starrer Fünfjahresplan

Ich halte wenig davon, das eigene Unternehmertum so zu planen, als könnte man heute exakt wissen, wo man in zehn Jahren steht.

Dafür gibt es zu viele Variablen.

Märkte verändern sich.

Technologien verändern sich.

Menschen verändern sich.

Geschäftsmöglichkeiten entstehen.

Andere verschwinden.

Unternehmen werden verkauft.

Neue Partnerschaften entstehen.

Deshalb sollte eine persönliche Unternehmerstrategie aus meiner Sicht eher eine Richtung als ein Drehbuch sein.

Du musst nicht wissen:

„Am 7. August 2036 werde ich genau dieses Unternehmen mit exakt 37 Mitarbeitern besitzen.“

Das wäre vermutlich eher Wunschdenken.

Interessanter ist:

„Ich möchte langfristig mehrere profitable Unternehmen besitzen, strategisch arbeiten und nicht mehr vollständig vom operativen Tagesgeschäft abhängig sein.“

Das ist eine Richtung.

Und diese Richtung kann Entscheidungen beeinflussen.

 

Warum du deine Unternehmerstrategie bewusst entwickeln solltest

Ohne Strategie passiert häufig etwas anderes:

Du reagierst.

Ein Kunde kommt.

Du nimmst den Auftrag an.

Eine neue Geschäftsidee entsteht.

Du startest das Projekt.

Ein Mitarbeiter braucht Unterstützung.

Du springst ein.

Ein Bekannter macht ein Angebot.

Du prüfst es.

Eine neue Möglichkeit entsteht.

Du wechselst die Richtung.

So kann man jahrelang beschäftigt sein.

Aber beschäftigt zu sein bedeutet nicht automatisch, sich strategisch weiterzuentwickeln.

Eine persönliche Unternehmerstrategie hilft dir dabei, zwischen:

„Das ist eine interessante Möglichkeit.“

und:

„Das passt zu meiner langfristigen Richtung.“

zu unterscheiden.

 

Die erste Frage: Was möchtest du eigentlich vom Unternehmertum?

Bevor du über Unternehmen, Geschäftsmodelle oder Skalierung nachdenkst, würde ich eine grundsätzlichere Frage stellen:

„Warum möchte ich überhaupt Unternehmer sein?“

Die Antwort ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

Vielleicht geht es dir um:

  • finanzielle Unabhängigkeit,
  • Freiheit,
  • Selbstbestimmung,
  • Gestaltungsmöglichkeiten,
  • Vermögensaufbau,
  • persönliche Entwicklung,
  • Unabhängigkeit von einem Arbeitgeber,
  • die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen,
  • ein Unternehmen aufzubauen, auf das du stolz bist,
  • Einfluss,
  • Flexibilität,
  • oder schlicht darum, etwas Eigenes zu schaffen.

Keine dieser Antworten ist automatisch besser als eine andere.

Wichtig ist nur, dass du deine eigene Antwort kennst.

Denn daraus ergibt sich deine Strategie.

 

Unternehmertum sollte zu deinem gewünschten Leben passen

Das wird meiner Meinung nach häufig unterschätzt.

Man kann ein sehr erfolgreiches Unternehmen aufbauen und trotzdem unzufrieden sein.

Warum?

Weil das Unternehmen vielleicht genau das Gegenteil von dem erzeugt, was man eigentlich wollte.

Du wolltest Freiheit.

Jetzt arbeitest du 70 Stunden.

Du wolltest Flexibilität.

Jetzt bist du ständig erreichbar.

Du wolltest finanzielle Unabhängigkeit.

Jetzt hängt dein Einkommen von drei Großkunden ab.

Du wolltest ein Unternehmen besitzen.

Tatsächlich besitzt das Unternehmen dich.

Deshalb würde ich die Frage umdrehen:

„Wie soll mein Leben aussehen – und welches Unternehmen passt dazu?“

Nicht nur:

„Welches Unternehmen kann ich erfolgreich aufbauen?“

 

Deine persönliche Vision definieren

Der erste konkrete Schritt deiner Unternehmerstrategie kann eine persönliche Vision sein.

Keine Marketingformulierung.

Kein Slogan.

Sondern eine ehrliche Beschreibung deiner gewünschten Zukunft.

Zum Beispiel:

„Ich möchte langfristig Unternehmen besitzen, die profitabel funktionieren, ohne dass ich jeden operativen Prozess selbst steuern muss. Ich möchte meine Zeit zunehmend für Strategie, Geschäftsentwicklung, Partnerschaften und neue Möglichkeiten einsetzen.“

Das ist bereits eine strategische Richtung.

 

Die Frage: Wer möchtest du als Unternehmer werden?

Diese Frage finde ich besonders wichtig.

Nicht:

„Was möchte ich besitzen?“

Sondern:

„Wer möchte ich werden?“

Vielleicht möchtest du:

  • ein hervorragender Builder werden,
  • ein guter Geschäftsführer,
  • ein strategischer Unternehmer,
  • ein Investor,
  • ein Partner,
  • ein Unternehmer, der Menschen zusammenbringt,
  • ein Spezialist für Geschäftsmodelle,
  • ein Owner mehrerer Unternehmen.

Diese Identität beeinflusst deine Entscheidungen.

 

Vom Selbstständigen zum Unternehmer

Ein wichtiger Bestandteil einer persönlichen Unternehmerstrategie ist die Entwicklung deiner eigenen Rolle.

Am Anfang machst du vielleicht alles selbst.

Du:

  • verkaufst,
  • arbeitest,
  • organisierst,
  • fakturierst,
  • beantwortest E-Mails,
  • betreust Kunden,
  • löst Probleme.

Das ist normal.

Aber langfristig kann die Frage entstehen:

„Wie komme ich vom Ausführenden zum Gestalter?“

Das bedeutet nicht, dass operative Arbeit schlecht ist.

Aber wenn du dauerhaft jede Leistung selbst erbringen musst, entsteht ein begrenzendes Geschäftsmodell.

Deine persönliche Unternehmerstrategie sollte deshalb auch beantworten:

„Welche Aufgaben möchte ich in fünf Jahren noch selbst machen?“

 

Welche Rolle möchtest du langfristig einnehmen?

Es gibt unterschiedliche Unternehmerrollen.

Operator

Du bist stark im operativen Geschäft.

Builder

Du entwickelst neue Unternehmen und Geschäftsmodelle.

CEO

Du führst ein bestehendes Unternehmen.

Strategischer Partner

Du arbeitest mit anderen Unternehmern am Aufbau eines Unternehmens.

Owner

Du besitzt Unternehmen und entscheidest über deren strategische Entwicklung.

Investor

Du allokierst Kapital in Unternehmen und Beteiligungen.

Natürlich können sich diese Rollen überschneiden.

Aber es hilft, darüber nachzudenken, wo du langfristig den größten Teil deiner Zeit verbringen möchtest.

 

Einkommen oder Eigentum?

Eine persönliche Unternehmerstrategie sollte auch deine finanzielle Zielsetzung berücksichtigen.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen:

„Ich möchte 300.000 Euro im Jahr verdienen.“

und:

„Ich möchte Unternehmenswerte aufbauen, die langfristig mehrere Millionen Euro wert sein können.“

Beides kann ein legitimes Ziel sein.

Aber die Strategie ist unterschiedlich.

Wenn dein Ziel primär Einkommen ist, kannst du beispielsweise ein sehr profitables Beratungs- oder Dienstleistungsunternehmen aufbauen.

Wenn dein Ziel langfristig Eigentum und Vermögensaufbau ist, musst du stärker auf:

achten.

 

Die persönliche Unternehmerstrategie sollte deine Vermögensstrategie berücksichtigen

Für mich ist das ein wichtiger Punkt.

Unternehmertum kann nicht nur dazu dienen, Einkommen zu erzeugen.

Ein Unternehmen kann ein Asset sein.

Wenn du Eigentümer bist, besitzt du möglicherweise:

  • eine Marke,
  • Kundenbeziehungen,
  • Prozesse,
  • Mitarbeiterstrukturen,
  • Technologie,
  • Vertriebswege,
  • Daten,
  • Cashflow,
  • Unternehmenswert.

Langfristig kann daraus Vermögen entstehen.

Die Perspektive verändert sich damit von:

Zeit → Einkommen

zu:

Zeit + Wissen → Unternehmen → Ownership → Unternehmenswert

 

Builder. Owner. Investor.

Ein Denkmodell, das ich für meine eigene Unternehmerstrategie interessant finde, ist:

Builder → Owner → Investor

Builder

Du baust etwas auf.

Du entwickelst Geschäftsmöglichkeiten.

Du erzeugst Nachfrage.

Du gewinnst Kunden.

Du entwickelst Prozesse.

Owner

Du besitzt das Unternehmen.

Das Unternehmen entwickelt Cashflow und Unternehmenswert.

Deine Aufgabe verschiebt sich stärker Richtung Strategie und Kapitalallokation.

Investor

Du kannst Kapital und Ressourcen in weitere Unternehmen investieren.

Du entscheidest:

  • Wo soll Kapital hin?
  • Welche Unternehmen sollen wachsen?
  • Welche Beteiligungen sind interessant?
  • Welche Unternehmen können kombiniert werden?
  • Wo entstehen neue Möglichkeiten?

Das ist natürlich keine zwingende Entwicklung.

Aber als strategisches Zielbild kann es interessant sein.

 

Definiere dein persönliches „Warum“

Ein Unternehmer sollte nicht nur wissen, was er erreichen möchte.

Er sollte möglichst auch verstehen, warum.

Beispielsweise:

„Ich möchte finanziell unabhängig sein.“

Warum?

„Weil ich meine Zeit selbst bestimmen möchte.“

Warum?

„Weil ich mehr Zeit für Familie, Reisen und neue Projekte haben möchte.“

Das „Warum“ hinter dem Ziel ist häufig wichtiger als die Zahl selbst.

 

Definiere deinen gewünschten Lebensstil

Eine Unternehmerstrategie sollte auch sehr praktische Fragen enthalten.

Wie möchtest du arbeiten?

  • Von einem festen Standort?
  • Remote?
  • International?
  • Mit Reisen?
  • Mit einem kleinen Team?
  • Mit mehreren Unternehmen?

Wie viel möchtest du arbeiten?

  • 30 Stunden?
  • 40 Stunden?
  • 60 Stunden?
  • Phasenweise sehr intensiv?

Wie wichtig ist dir Planbarkeit?

Wie wichtig ist dir Risiko?

Wie wichtig ist dir Liquidität?

Das sind keine Nebenthemen.

Sie bestimmen, welches Geschäftsmodell zu dir passt.

 

Nicht jedes Geschäftsmodell passt zu jedem Unternehmer

Das halte ich für einen wichtigen Punkt.

Ein Unternehmen kann wirtschaftlich hervorragend sein und trotzdem nicht zu dir passen.

Vielleicht ist es extrem personalintensiv.

Vielleicht brauchst du ständig vor Ort zu sein.

Vielleicht ist der Cashflow unregelmäßig.

Vielleicht erfordert es viel Fremdkapital.

Vielleicht hängt es stark von einzelnen Kunden ab.

Vielleicht ist es stark reguliert.

Vielleicht passt es nicht zu deinen Stärken.

Deshalb reicht die Frage:

„Ist das ein gutes Geschäftsmodell?“

nicht.

Die zweite Frage lautet:

„Ist das ein gutes Geschäftsmodell für mich?“

 

Bewerte deine persönlichen Stärken

Eine Unternehmerstrategie sollte ehrlich sein.

Welche Fähigkeiten bringst du mit?

Zum Beispiel:

  • Vertrieb,
  • Marketing,
  • SEO,
  • Strategie,
  • Führung,
  • Branchenwissen,
  • Netzwerk,
  • Technologie,
  • Finanzen,
  • Organisation,
  • Verhandlung,
  • Kommunikation.

Und genauso wichtig:

Wo liegen deine Schwächen?

Vielleicht bist du gut darin, Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen, aber schlecht in Operations.

Dann brauchst du möglicherweise einen starken operativen Partner.

Vielleicht bist du hervorragend im Vertrieb, aber schwach bei Finanzen.

Dann brauchst du entsprechende Strukturen oder Menschen.

Eine gute Strategie berücksichtigt beides.

 

Deine Ressourcen bestimmen deine Ausgangslage

Nicht jeder startet an derselben Stelle.

Du verfügst vielleicht über:

  • Kapital,
  • Zeit,
  • Erfahrung,
  • Netzwerk,
  • Branchenkontakte,
  • digitale Fähigkeiten,
  • bestehende Unternehmen,
  • Kunden,
  • Mitarbeiter.

Andere Menschen verfügen über andere Ressourcen.

Deshalb sollte deine Unternehmerstrategie nicht einfach die Strategie eines anderen Unternehmers kopieren.

Sie sollte zu deiner Ausgangssituation passen.

 

Kapital ist nicht die einzige Ressource

Gerade beim Aufbau neuer Unternehmen finde ich diesen Punkt interessant.

Ein Unternehmen kann mit relativ wenig Kapital starten, wenn andere Ressourcen vorhanden sind.

Zum Beispiel:

Wissen

Zeit

digitale Assets

SEO

Netzwerk

Partner

können ebenfalls Ausgangspunkte für ein Unternehmen sein.

Das bedeutet nicht, dass Kapital unwichtig ist.

Aber es bedeutet:

Nicht jede Geschäftsmöglichkeit muss am ersten Tag mit großem Kapital finanziert werden.

 

Entwickle deine persönliche Geschäftsmöglichkeiten-Pipeline

Wenn du langfristig Unternehmer sein möchtest, kann es sinnvoll sein, nicht nur ein Unternehmen zu betrachten.

Du kannst auch eine Pipeline interessanter Möglichkeiten entwickeln.

Beispielsweise:

Ideen

beobachtete Märkte

geprüfte Geschäftsmöglichkeiten

kleine Tests

validierte Geschäftsmodelle

Venture

Unternehmen

Nicht jede Möglichkeit wird umgesetzt.

Das ist auch nicht das Ziel.

Das Ziel ist, langfristig mehrere Optionen zu besitzen.

 

Optionality als Bestandteil deiner Unternehmerstrategie

Der Begriff Optionality beschreibt für mich eine interessante Denkweise.

Du musst heute nicht wissen, welches Projekt in fünf Jahren dein wichtigstes Unternehmen sein wird.

Du kannst zunächst Möglichkeiten schaffen.

Zum Beispiel durch:

  • Domains,
  • Websites,
  • SEO-Content,
  • Marktanalysen,
  • Kontakte,
  • Partnerschaften,
  • kleine Tests,
  • erste Kunden.

Aus diesen Aktivitäten können später unterschiedliche Wege entstehen.

Eine Möglichkeit kann:

  • wachsen,
  • verkauft werden,
  • mit einem anderen Unternehmen kombiniert werden,
  • einen Partner bekommen,
  • ruhen,
  • später reaktiviert werden.

Das Entscheidende ist:

Du schaffst dir Optionen, statt dich zu früh festzulegen.

 

Aber Optionality darf keine Ausrede für fehlenden Fokus sein

Hier liegt eine wichtige Grenze.

Viele Unternehmer sammeln Ideen.

Und starten ständig neue Projekte.

Das ist keine Strategie.

Das ist möglicherweise Zerstreuung.

Optionality funktioniert nur dann sinnvoll, wenn du zwischen:

Optionen schaffen

und

Optionen verfolgen

unterscheidest.

Du kannst zehn Möglichkeiten beobachten.

Aber vielleicht solltest du nur eine oder zwei davon wirklich intensiv verfolgen.

 

Fokus gehört in jede Unternehmerstrategie

Eine gute Strategie sagt nicht nur:

„Das möchte ich machen.“

Sie sagt auch:

„Das mache ich bewusst nicht.“

Das kann bedeuten:

  • bestimmte Branchen nicht bedienen,
  • bestimmte Kunden ablehnen,
  • bestimmte Projekte nicht starten,
  • bestimmte Geschäftsmodelle nicht verfolgen,
  • bestimmte Aufgaben delegieren.

Strategie entsteht auch durch Verzicht.

 

Definiere deinen persönlichen Risiko-Rahmen

Unternehmerische Freiheit bedeutet nicht, jedes Risiko einzugehen.

Du solltest wissen:

„Wie viel Risiko kann und möchte ich tragen?“

Das betrifft:

  • Kapital,
  • Schulden,
  • persönliche Haftung,
  • Zeit,
  • Einkommenssicherheit,
  • Abhängigkeiten.

Ein Unternehmer mit Familie und hohen finanziellen Verpflichtungen hat möglicherweise eine andere Risikotoleranz als jemand ohne diese Verpflichtungen.

Es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“.

Aber die Strategie sollte zur Realität passen.

 

Cashflow ist ein strategisches Sicherheitsnetz

Wenn du langfristig Unternehmen aufbauen möchtest, spielt Cashflow eine wichtige Rolle.

Cashflow gibt dir:

  • Zeit,
  • Handlungsspielraum,
  • Investitionsmöglichkeiten,
  • Sicherheit,
  • Unabhängigkeit.

Ein Unternehmen mit gutem Cashflow kann möglicherweise aus eigener Kraft wachsen.

Das ist strategisch interessant.

Denn du bist weniger abhängig von externem Kapital.

 

Definiere deine persönliche finanzielle Zielstruktur

Statt nur eine Jahreszahl festzulegen, kann es sinnvoll sein, mehrere Ebenen zu betrachten.

Zum Beispiel:

Stufe 1: Persönliche Grundsicherheit

Deine privaten Kosten sind gedeckt.

Stufe 2: Unternehmerischer Cashflow

Das Unternehmen erzeugt ausreichend Cashflow.

Stufe 3: Reinvestition

Ein Teil des Cashflows wird wieder investiert.

Stufe 4: Unternehmenswert

Das Unternehmen entwickelt langfristig einen übertragbaren Wert.

Stufe 5: Beteiligungen

Weitere Unternehmen oder Beteiligungen kommen hinzu.

Das ist eine andere Perspektive als reines Einkommen.

 

Wie möchtest du dein Unternehmen später verlassen können?

Diese Frage klingt vielleicht ungewöhnlich.

Aber ich halte sie für sehr wichtig.

Wenn du heute ein Unternehmen aufbaust, frage dich:

„Was wäre, wenn ich dieses Unternehmen in zehn Jahren verkaufen möchte?“

Oder:

„Was wäre, wenn ich irgendwann nicht mehr operativ arbeiten möchte?“

Dann wird plötzlich deutlich:

  • Prozesse sind wichtig.
  • Dokumentation ist wichtig.
  • Kundenbeziehungen sind wichtig.
  • Management ist wichtig.
  • Markenbildung ist wichtig.
  • Finanzzahlen sind wichtig.
  • Abhängigkeiten sind problematisch.

Die Exit-Frage kann deshalb bereits beim Aufbau helfen.

 

Baue kein Unternehmen, das nur du selbst führen kannst

Das ist einer der größten Unterschiede zwischen Selbstständigkeit und Unternehmertum.

Wenn alles nur funktioniert, weil du:

  • jeden Kunden kennst,
  • jeden Prozess kontrollierst,
  • jeden Auftrag freigibst,
  • jede Entscheidung triffst,

dann besitzt du möglicherweise ein Unternehmen.

Aber du bist gleichzeitig sein wichtigstes Betriebssystem.

Langfristig sollte deine Unternehmerstrategie deshalb auch die Frage enthalten:

„Wie wird das Unternehmen unabhängiger von mir?“

 

Delegation ist ein strategisches Thema

Delegation bedeutet nicht einfach:

„Ich gebe Aufgaben ab.“

Es bedeutet:

„Ich baue ein System, in dem andere Menschen Verantwortung übernehmen können.“

Das verlangt:

  • klare Prozesse,
  • klare Verantwortlichkeiten,
  • gute Kommunikation,
  • Vertrauen,
  • Kontrolle über Kennzahlen,
  • Führung.

Je besser das funktioniert, desto stärker kann sich deine Rolle verändern.

 

Entwickle dein persönliches Kompetenzmodell

Du kannst deine Fähigkeiten beispielsweise in drei Kategorien einteilen:

Das muss ich selbst können

Kernkompetenzen deiner Unternehmerrolle.

Das muss ich verstehen

Du musst nicht selbst Spezialist sein, solltest aber Entscheidungen beurteilen können.

Das muss ich nicht können

Dafür gibt es Experten, Mitarbeiter oder Partner.

Diese Unterscheidung kann sehr befreiend sein.

 

Baue ein Netzwerk passend zu deiner Strategie

Wenn du langfristig mehrere Unternehmen aufbauen möchtest, brauchst du möglicherweise ein anderes Netzwerk als ein klassischer Selbstständiger.

Interessant können sein:

  • Unternehmer,
  • Branchenexperten,
  • Geschäftsführer,
  • Spezialisten,
  • Investoren,
  • potenzielle Partner,
  • operative Führungskräfte,
  • M&A-Kontakte,
  • Finanzexperten.

Dein Netzwerk kann mit deiner Strategie wachsen.

 

Partnerschaften können deine Unternehmerstrategie beschleunigen

Nicht jeder muss alles alleine aufbauen.

Ein interessantes Modell kann sein:

Geschäftsmöglichkeit

erster Proof

passender Unternehmer

gemeinsamer Aufbau

Ownership

Das kann besonders interessant sein, wenn du beispielsweise eine Geschäftsmöglichkeit und digitale Nachfrage entwickeln kannst, während ein anderer Partner Branchenwissen und operative Erfahrung mitbringt.

 

Build → Prove → Partner → Scale → Delegate → Own

Dieses Modell lässt sich gut in eine persönliche Unternehmerstrategie integrieren.

Build

Eine Möglichkeit entwickeln.

Prove

Nachfrage und Geschäftsmodell testen.

Partner

Die richtigen Menschen einbinden.

Scale

Das funktionierende Modell ausbauen.

Delegate

Verantwortung und Prozesse übertragen.

Own

Unternehmenswert und Ownership langfristig aufbauen.

Das ist eine völlig andere Denkweise als:

„Ich muss alles selbst machen.“

 

Entscheide, welche Art von Unternehmen du bauen möchtest

Nicht jedes Unternehmen verfolgt dasselbe Ziel.

Du kannst beispielsweise unterscheiden zwischen:

Lifestyle Business

Hohe persönliche Freiheit und ausreichendes Einkommen.

Cashflow Business

Stabiler, profitabler Betrieb mit attraktiven Ausschüttungen.

Scale-up

Starkes Wachstum und Skalierung.

Asset Business

Langfristiger Aufbau eines übertragbaren Unternehmenswerts.

Holding-Modell

Mehrere Unternehmen und Beteiligungen unter einer übergeordneten Eigentümerstruktur.

Keine Variante ist automatisch besser.

Die Frage ist:

Welche passt zu deiner persönlichen Unternehmerstrategie?

 

Denke in Unternehmensphasen

Phase 1: Überleben

Cashflow erzeugen.

Phase 2: Stabilisieren

Prozesse und Kundenstruktur verbessern.

Phase 3: Fokussieren

Das Geschäftsmodell schärfen.

Phase 4: Skalieren

Wachstum ermöglichen.

Phase 5: Delegieren

Unternehmerische Abhängigkeit reduzieren.

Phase 6: Ownership

Unternehmenswert aufbauen.

Phase 7: Portfolio

Weitere Unternehmen oder Beteiligungen entwickeln.

Du musst nicht jede Phase gleichzeitig bearbeiten.

 

Was möchtest du in fünf Jahren nicht mehr machen?

Diese Frage finde ich fast genauso wichtig wie:

„Was möchtest du in fünf Jahren machen?“

Vielleicht möchtest du nicht mehr:

  • jeden Kunden selbst betreuen,
  • Angebote schreiben,
  • Rechnungen kontrollieren,
  • operative Probleme lösen,
  • ständig erreichbar sein,
  • jeden Auftrag selbst abwickeln.

Dann sollte deine Strategie heute bereits darauf ausgerichtet sein, diese Abhängigkeiten schrittweise zu reduzieren.

 

Was möchtest du in fünf Jahren stärker machen?

Vielleicht möchtest du mehr:

  • Strategie,
  • Geschäftsentwicklung,
  • Partnerschaften,
  • Unternehmensaufbau,
  • Investitionen,
  • Führung,
  • Akquisitionen,
  • neue Ventures.

Dann brauchst du Zeit.

Und Zeit entsteht nicht automatisch.

Du musst sie strategisch freispielen.

 

Deine persönliche Unternehmerstrategie sollte auch Lernziele enthalten

Wenn du weißt, wohin du möchtest, kannst du ableiten, was du lernen musst.

Wenn du CEO werden möchtest:

→ Führung lernen.

Wenn du mehrere Unternehmen besitzen möchtest:

→ Unternehmenssysteme und Kapitalallokation verstehen.

Wenn du Unternehmen kaufen möchtest:

→ M&A und Unternehmensbewertung lernen.

Wenn du digitale Ventures aufbauen möchtest:

→ SEO, Content, digitale Akquise und Geschäftsmodelle verstehen.

Die Strategie definiert also auch deine Lernkurve.

 

Plane nicht nur Unternehmen – plane Fähigkeiten

Das ist ein interessanter Perspektivwechsel.

Statt:

„In fünf Jahren möchte ich drei Unternehmen besitzen.“

kannst du auch fragen:

„Welche Fähigkeiten brauche ich, um drei Unternehmen sinnvoll besitzen zu können?“

Zum Beispiel:

  • Menschen führen,
  • Kapital allokieren,
  • Zahlen verstehen,
  • Geschäftsmodelle bewerten,
  • Partner auswählen,
  • Management entwickeln,
  • Chancen erkennen.

Das macht deine Strategie konkreter.

 

Entwickle deine persönliche Unternehmer-Scorecard

Eine einfache Scorecard kann helfen.

Bewerte dich beispielsweise regelmäßig in diesen Bereichen:

  • Geschäft: Entwickelt sich mein Unternehmen in die gewünschte Richtung?
  • Cashflow: Erzeugt das Unternehmen ausreichend Cashflow?
  • Ownership: Baue ich tatsächlich Eigentum auf?
  • Zeit: Habe ich mehr oder weniger operative Abhängigkeit?
  • Team: Kann das Unternehmen ohne mich funktionieren?
  • Lernen: Entwickle ich mich weiter?
  • Netzwerk: Werden meine relevanten Beziehungen stärker?
  • Optionality: Entstehen neue interessante Möglichkeiten?
  • Fokus: Arbeite ich an den wichtigsten Themen?
  • Freiheit: Wird mein Unternehmertum tatsächlich freier?

Die letzte Frage ist vielleicht die wichtigste.

 

Unternehmerische Freiheit sollte messbar werden

Freiheit ist ein abstrakter Begriff.

Du kannst ihn aber konkreter machen.

Wie viele Tage kannst du nicht erreichbar sein?

Wie viele Entscheidungen müssen zwingend über deinen Tisch?

Wie abhängig ist dein Einkommen von deiner persönlichen Arbeitszeit?

Wie viel Cashflow erzeugt dein Unternehmen ohne deine direkte operative Leistung?

Kannst du mehrere Wochen reisen, ohne dass das Unternehmen Probleme bekommt?

Das sind interessante Kennzahlen für unternehmerische Freiheit.

 

Deine Strategie sollte nicht nur auf Wachstum ausgerichtet sein

Mehr Umsatz ist nicht automatisch mehr Erfolg.

Vielleicht steigt der Umsatz.

Aber gleichzeitig:

  • steigt dein Stress,
  • sinkt deine Marge,
  • steigt deine Abhängigkeit,
  • wächst dein Team zu schnell,
  • sinkt deine Freiheit.

Dann ist das Wachstum möglicherweise nicht strategisch sinnvoll.

Deshalb würde ich Wachstum immer gemeinsam mit:

Cashflow + Unternehmenswert + Freiheit

betrachten.

 

Die langfristige Perspektive: Unternehmensgruppe statt Einzelunternehmen

Wenn dein persönliches Ziel irgendwann darin besteht, mehrere Unternehmen zu besitzen, verändert sich deine Strategie erneut.

Dann kann eine Struktur entstehen wie:

Holding

Operating Company A

Operating Company B

Operating Company C

Beteiligungen

Die einzelnen Unternehmen können unabhängig voneinander operieren.

Die Holding kann Eigentümerin sein.

Der strategische Fokus verschiebt sich:

Welche Unternehmen möchte ich besitzen?

Welche Unternehmen passen zusammen?

Wo kann Kapital sinnvoll eingesetzt werden?

Wo entstehen Synergien?

Welche Unternehmen sollten wachsen?

Welche sollten verkauft werden?

 

Nicht jedes Unternehmen muss für immer gehalten werden

Ownership bedeutet nicht automatisch:

„Ich muss jedes Unternehmen für immer behalten.“

Eine langfristige Unternehmerstrategie kann verschiedene Optionen enthalten:

Hold

halten.

Scale

skalieren.

Partner

Partner aufnehmen.

Buy

weitere Unternehmen kaufen.

Merge

Unternehmen kombinieren.

Sell

verkaufen.

Reinvest

Kapital wieder investieren.

Das Ziel ist Owner-Optionality.

 

Owner-Optionality als langfristiges Ziel

Für mich bedeutet Owner-Optionality:

„Nicht alles tun zu müssen, weil man es muss, sondern entscheiden zu können, weil man die Möglichkeit dazu hat.“

Du kannst:

  • verkaufen,
  • halten,
  • wachsen,
  • investieren,
  • neue Unternehmen starten,
  • Partner aufnehmen,
  • kürzertreten.

Diese Entscheidungsfreiheit entsteht nicht über Nacht.

Sie wird über Jahre aufgebaut.

 

Eine persönliche Unternehmerstrategie darf sich verändern

Das ist wichtig.

Vielleicht möchtest du heute ein Unternehmen aufbauen.

In fünf Jahren möchtest du vielleicht mehrere Unternehmen besitzen.

Oder genau umgekehrt.

Vielleicht merkst du:

„Ich möchte gar keine Holding. Ich möchte ein Unternehmen extrem gut führen.“

Auch das ist völlig legitim.

Eine Strategie ist kein Vertrag mit deiner Zukunft.

Sie ist ein aktueller Kompass.

Wenn neue Informationen entstehen, darfst du die Richtung anpassen.

 

Meine persönliche Sicht auf Unternehmerstrategie

Ich glaube, dass Unternehmer häufig zu viel über das nächste Ziel und zu wenig über die Richtung nachdenken.

Der nächste Umsatz.

Der nächste Kunde.

Der nächste Mitarbeiter.

Das nächste Projekt.

Das nächste Jahr.

Alles wichtig.

Aber irgendwann sollte man den Schritt zurück machen und fragen:

„Was baue ich hier eigentlich langfristig?“

Und noch wichtiger:

„Was baue ich aus meinem eigenen Unternehmertum?“

Nur Einkommen?

Oder Ownership?

Nur einen Job?

Oder ein Unternehmen?

Nur ein Unternehmen?

Oder vielleicht irgendwann mehrere?

Nur Umsatz?

Oder Unternehmenswert?

Nur Wachstum?

Oder auch Freiheit?

Diese Fragen haben meine Sicht auf Unternehmertum verändert.

 

Ein mögliches persönliches Zielbild

Wenn ich meine persönliche Unternehmerstrategie in einem einfachen Modell darstellen würde, könnte sie beispielsweise so aussehen:

Geschäftsmöglichkeiten erkennen

digitale Assets und Nachfrage aufbauen

Geschäftsmodelle testen

Unternehmen entwickeln

mit passenden Unternehmerpersönlichkeiten verbinden

Ownership aufbauen

Cashflow erzeugen

Unternehmenswert steigern

Kapital reinvestieren

weitere Unternehmen und Beteiligungen entwickeln

Unternehmensgruppe aufbauen

mehr Owner-Optionality schaffen

Das ist keine Anleitung, die für jeden Unternehmer funktionieren muss.

Aber es zeigt eine Richtung.

 

So kannst du deine persönliche Unternehmerstrategie entwickeln

Wenn du selbst beginnen möchtest, würde ich nicht mit einem komplizierten Strategiepapier starten.

Nimm dir stattdessen einen freien Nachmittag und beantworte ehrlich diese Fragen.

1. Warum möchte ich Unternehmer sein?

Was ist dein persönlicher Antrieb?

2. Wie soll mein Leben in zehn Jahren aussehen?

Nicht nur finanziell.

Auch zeitlich und persönlich.

3. Welche Rolle möchte ich langfristig spielen?

Operator, Builder, CEO, Partner, Owner oder Investor?

4. Welche Art von Unternehmen passt zu mir?

Welche Geschäftsmodelle passen zu deinen Fähigkeiten und Zielen?

5. Was möchte ich besitzen?

Unternehmen, Beteiligungen, digitale Assets?

6. Wie wichtig ist mir Unternehmenswert?

Möchtest du primär Einkommen oder langfristiges Eigentum?

7. Wie viel Risiko kann ich tragen?

Kapital, Zeit und persönliche Verpflichtungen berücksichtigen.

8. Welche Fähigkeiten fehlen mir noch?

Definiere deine Lernfelder.

9. Welche Menschen brauche ich?

Partner, Mitarbeiter, Experten, Unternehmer?

10. Was ist mein nächster strategischer Schritt?

Nicht zehn Schritte.

Einer.

 

Die wichtigste Frage zum Schluss

Wenn du nur eine Frage aus diesem gesamten Artikel mitnehmen möchtest, würde ich diese wählen:

„Baue ich gerade ein Unternehmen, das zu meinem gewünschten Leben passt – oder passe ich mein Leben immer stärker an das Unternehmen an?“

Das ist ein großer Unterschied.

Unternehmertum sollte nicht automatisch bedeuten, immer mehr zu arbeiten.

Es sollte auch bedeuten können:

mehr Gestaltungsmöglichkeiten,

mehr Ownership,

mehr Entscheidungsfreiheit

und langfristig:

mehr Owner-Optionality.

 

Fazit: Deine Unternehmerstrategie beginnt bei dir

Eine persönliche Unternehmerstrategie ist kein kompliziertes Dokument.

Sie ist ein klarer Gedanke darüber, welcher Unternehmer du werden möchtest und welche Unternehmen du dafür aufbauen oder besitzen willst.

Sie verbindet:

Vision

Lebensstil

Unternehmeridentität

Geschäftsmodelle

Ownership

Cashflow

Unternehmenswert

Freiheit

Das Entscheidende ist dabei:

Du musst nicht heute wissen, wie dein gesamtes unternehmerisches Leben aussehen wird.

Du brauchst keine perfekte Zehnjahresplanung.

Du brauchst auch keine Garantie, dass deine heutige Strategie funktionieren wird.

Aber du solltest eine Richtung haben.

Denn ohne Richtung wird Unternehmertum schnell zu einer Aneinanderreihung von Möglichkeiten, Projekten und Entscheidungen.

Mit einer klaren persönlichen Unternehmerstrategie kannst du dagegen besser beurteilen:

„Passt diese Chance zu meiner Richtung?“

„Passt dieses Unternehmen zu meinem gewünschten Leben?“

„Passt dieser Partner zu meinen langfristigen Zielen?“

„Baue ich damit tatsächlich Ownership auf?“

„Erzeugt diese Entscheidung mehr Unternehmenswert oder nur mehr Arbeit?“

Diese Fragen können erstaunlich viel verändern.

Für mich ist deshalb die persönliche Unternehmerstrategie nicht nur eine Strategie für das Unternehmen.

Sie ist eine Strategie für die eigene Entwicklung als Unternehmer.

Der Weg kann dabei beispielsweise vom:

Ausführenden

zum

Gestalter

zum

Builder

zum

Owner

und vielleicht irgendwann zum

Investor

führen.

Nicht jeder muss diesen Weg gehen.

Aber wenn du langfristig Unternehmen besitzen und Vermögen über Unternehmensbeteiligungen aufbauen möchtest, solltest du dir früh überlegen, welche Rolle du dabei selbst einnehmen möchtest.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, ein erfolgreiches Unternehmen zu bauen.

Es geht darum, ein Unternehmertum zu entwickeln, das zu der Person passt, die du werden möchtest.

Und genau darin liegt für mich der eigentliche Sinn einer persönlichen Unternehmerstrategie.