Wenn ich darüber nachdenke, warum ich Unternehmer bin und warum ich weiterhin Unternehmen und Geschäftsmodelle aufbauen möchte, ist meine Antwort heute eine andere als vielleicht noch vor einigen Jahren.
Es geht mir nicht in erster Linie darum, möglichst viel Umsatz zu machen.
Auch nicht darum, möglichst viele Mitarbeiter zu haben.
Nicht um ein möglichst großes Büro.
Und auch nicht darum, irgendwann auf LinkedIn schreiben zu können, dass ich „erfolgreich“ bin.
Mein eigentliches Unternehmensziel ist Freiheit.
Freiheit über meine Zeit.
Freiheit bei meinen Entscheidungen.
Freiheit darüber, mit wem ich arbeite.
Freiheit darüber, welche Projekte ich verfolge.
Freiheit, auch einmal etwas Neues auszuprobieren.
Und vor allem die Freiheit, nicht dauerhaft meine eigene Arbeitszeit verkaufen zu müssen, um mein Einkommen zu sichern.
Das bedeutet nicht, dass Unternehmertum automatisch frei macht.
Im Gegenteil.
Gerade am Anfang kann Unternehmertum das Gegenteil bedeuten.
- Mehr Verantwortung.
- Mehr Unsicherheit.
- Mehr Arbeit.
- Mehr Risiko.
- Mehr Entscheidungen.
- Manchmal auch weniger Schlaf.
Ich kenne diese Seite des Unternehmertums ebenfalls.
Deshalb glaube ich heute nicht mehr an die einfache Formel:
„Ich gründe ein Unternehmen und bin danach frei.“
So funktioniert es nicht.
Für mich entsteht unternehmerische Freiheit erst dann, wenn man beginnt, Assets, Systeme, Cashflow und Ownership aufzubauen.
Und genau deshalb hat sich meine Perspektive auf Unternehmertum verändert.
Ich möchte nicht einfach selbstständig sein.
Ich möchte langfristig Unternehmen besitzen, die wirtschaftlich funktionieren, ohne dass jede einzelne Entscheidung an meiner Person hängt.
Denn am Ende geht es für mich nicht darum, möglichst viel Arbeit zu schaffen.
Es geht darum, mir durch Unternehmertum mehr Möglichkeiten für mein eigenes Leben zu schaffen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Freiheit ist für mich das eigentliche langfristige Ziel hinter Unternehmertum.
- Dabei geht es nicht nur um finanzielle Freiheit, sondern auch um Zeit, Entscheidungen, Beziehungen und persönliche Unabhängigkeit.
- Ein Unternehmen kann viel Umsatz machen und seinen Gründer trotzdem unfrei machen.
- Selbstständigkeit bedeutet nicht automatisch Freiheit.
- Je stärker ein Unternehmen vom Unternehmer persönlich abhängt, desto geringer kann seine Freiheit sein.
- Unternehmenswert entsteht unter anderem durch Prozesse, Cashflow, Kundenbeziehungen, Teams und wiederholbare Geschäftsmodelle.
- Mein Ziel ist deshalb nicht nur Einkommen, sondern Ownership.
- Ich möchte aus meiner eigenen Arbeitsleistung langfristig Assets entwickeln.
- Freiheit bedeutet für mich vor allem Owner-Optionality: die Möglichkeit, selbst entscheiden zu können.
- Der Weg dorthin ist für mich: Builder → Owner → Investor.
- Unternehmertum ist für mich dann besonders interessant, wenn es irgendwann nicht mehr nur Arbeit schafft, sondern Handlungsspielraum.
Was bedeutet Freiheit für einen Unternehmer überhaupt?
Freiheit bedeutet nicht, nichts mehr tun zu müssen
Wenn ich von Freiheit spreche, meine ich nicht, dass ich irgendwann morgens aufwache und nie wieder arbeiten muss.
Das wäre für mich auch gar nicht unbedingt erstrebenswert.
Ich habe Spaß daran, Dinge aufzubauen.
Neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Geschäftsmöglichkeiten zu entdecken.
Menschen zusammenzubringen.
Ideen auszuprobieren.
Unternehmen weiterzuentwickeln.
Probleme zu lösen.
Ich möchte also nicht zwingend nicht arbeiten.
Ich möchte vielmehr selbst entscheiden können, woran ich arbeite.
Das ist für mich ein großer Unterschied.
Freiheit bedeutet nicht:
„Ich muss nichts mehr tun.“
Sondern:
„Ich kann selbst entscheiden, was ich tun möchte.“
Freiheit bedeutet Wahlmöglichkeiten
Wenn ich morgen ein Projekt beenden möchte, sollte das möglich sein.
Wenn ich eine neue Geschäftsidee ausprobieren möchte, sollte ich die Möglichkeit dazu haben.
Wenn ich drei Monate an einem anderen Ort verbringen möchte, sollte mein Unternehmen nicht automatisch zusammenbrechen.
Wenn ich mit einem bestimmten Unternehmer zusammenarbeiten möchte, sollte ich nicht gezwungen sein, jede Zusammenarbeit nur nach kurzfristigem Umsatz zu beurteilen.
Wenn ich ein Unternehmen verkaufen möchte, sollte das grundsätzlich eine Option sein.
Wenn ich es behalten möchte, ebenfalls.
Genau diese Wahlmöglichkeiten meine ich mit Freiheit.
Unternehmertum kann dich freier machen – oder unfrei
Das ist einer der größten Widersprüche des Unternehmertums
Ich finde diesen Punkt besonders interessant.
Viele Menschen verbinden Unternehmertum mit Freiheit.
Und grundsätzlich kann das natürlich stimmen.
Aber ein Unternehmer kann gleichzeitig der unfreieste Mensch in seinem eigenen Unternehmen sein.
Er muss:
- jeden Kunden betreuen
- jeden Mitarbeiter führen
- jede Entscheidung treffen
- jeden Auftrag kontrollieren
- jedes Problem lösen
- jeden Monat Umsatz sichern
- ständig erreichbar sein
Auf dem Papier besitzt er ein Unternehmen.
In der Realität besitzt das Unternehmen ihn.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Ein Unternehmen ist nicht automatisch ein Asset
Nur weil du eine GmbH gegründet hast, bist du noch lange nicht frei.
Nur weil du Mitarbeiter beschäftigst, hast du nicht automatisch mehr Freiheit.
Nur weil dein Unternehmen eine bestimmte Umsatzgröße erreicht, bedeutet das nicht, dass du weniger arbeiten musst.
Entscheidend ist:
Wie stark hängt das Unternehmen von deiner persönlichen Arbeitsleistung ab?
Je höher diese Abhängigkeit, desto schwieriger wird echte unternehmerische Freiheit.
Ich möchte kein Unternehmen besitzen, das mich besitzt
Das ist für mich eine wichtige unternehmerische Frage
Ich stelle mir deshalb zunehmend die Frage:
„Wenn ich sechs Monate nicht operativ in diesem Unternehmen arbeiten würde – was würde passieren?“
Natürlich ist das zunächst eine theoretische Frage.
Nicht jedes Unternehmen kann ohne seinen Gründer funktionieren.
Gerade in der Aufbauphase ist die persönliche Beteiligung häufig enorm wichtig.
Aber langfristig möchte ich mich in diese Richtung entwickeln.
Ein Unternehmen sollte idealerweise:
- Kunden gewinnen können
- Leistungen erbringen können
- Mitarbeiter führen können
- Entscheidungen treffen können
- Prozesse besitzen
- Probleme lösen können
- Umsatz generieren können
ohne dass ich bei jedem einzelnen Schritt eingreifen muss.
Das ist für mich kein Kontrollverlust.
Es ist Wertaufbau.
Freiheit beginnt für mich mit Zeit
Zeit ist das knappste Asset
Geld kann man verlieren und wieder verdienen.
Zeit nicht.
Deshalb ist Zeit für mich wahrscheinlich die wichtigste Form von Freiheit.
Wenn ich jede Woche 60 Stunden arbeiten muss, um ein bestimmtes Einkommen zu erzielen, bin ich wirtschaftlich vielleicht erfolgreich.
Aber meine Zeit gehört mir nur eingeschränkt.
Und genau hier liegt für mich eine der wichtigsten Fragen beim Unternehmertum:
„Was passiert mit meinem Einkommen, wenn ich meine Arbeitszeit reduziere?“
Wenn die Antwort lautet:
„Dann sinkt mein Einkommen entsprechend.“
dann ist das Modell stark an meine persönliche Leistung gekoppelt.
Wenn die Antwort irgendwann lautet:
„Das Unternehmen läuft weitgehend weiter.“
dann beginnt etwas anderes zu entstehen.
Ein Asset.
Der Unterschied zwischen Selbstständigkeit und Unternehmertum
Selbstständigkeit kann ein hervorragendes Modell sein
Ich möchte Selbstständigkeit ausdrücklich nicht schlechtreden.
Als Selbstständiger kannst du:
- gutes Geld verdienen
- flexibel arbeiten
- deine Kunden auswählen
- deine Arbeitszeit gestalten
- unabhängig von einem Arbeitgeber sein
Das kann bereits sehr viel Freiheit bedeuten.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen:
Ich verdiene Geld, weil ich arbeite.
und:
Ich besitze einen wirtschaftlichen Wert, der unabhängig von meiner täglichen Arbeit existieren kann.
Das zweite ist die Perspektive, die mich zunehmend interessiert.
Die entscheidende Frage ist nicht die Rechtsform
Unternehmer zu sein bedeutet für mich deshalb nicht automatisch, eine bestimmte Rechtsform zu besitzen.
Es geht vielmehr um die Struktur des Geschäfts.
- Wer erzeugt Nachfrage?
- Wer verkauft?
- Wer erbringt die Leistung?
- Wer trägt Verantwortung?
- Wer besitzt die Kundenbeziehungen?
- Wer kennt die Prozesse?
- Wer kann Entscheidungen treffen?
Und vor allem:
Kann das Unternehmen ohne die permanente Arbeitsleistung des Eigentümers funktionieren?
Warum ich Ownership wichtiger finde als Einkommen
Einkommen gibt dir Möglichkeiten – Ownership kann dir Optionen geben
Natürlich brauche ich Einkommen.
Ein Unternehmen muss wirtschaftlich funktionieren.
Cashflow ist wichtig.
Gewinn ist wichtig.
Aber langfristig interessiert mich zusätzlich die Frage:
Was besitze ich eigentlich?
- Ein Unternehmen.
- Eine Beteiligung.
- Eine Marke.
- Ein digitales Asset.
- Ein Kundenstamm.
- Ein funktionierendes Geschäftsmodell.
- Ein Team.
- Eine Unternehmensgruppe.
Ownership bedeutet für mich, dass ich nicht nur für meine Arbeitsleistung bezahlt werde, sondern an dem Wert beteiligt bin, der durch den Aufbau eines Unternehmens entsteht.
Und genau hier entsteht eine Verbindung zwischen Unternehmenswert und Freiheit.
Unternehmenswert ist für mich kein Selbstzweck
Warum ich Unternehmenswert aufbauen möchte
Ich möchte nicht einfach einen möglichst hohen Unternehmenswert auf dem Papier besitzen.
Ein hoher Unternehmenswert ist für mich interessant, weil er Optionen schaffen kann.
Ein wertvolles Unternehmen kann beispielsweise:
- gehalten werden
- wachsen
- weitere Unternehmen kaufen
- einen Partner aufnehmen
- verkauft werden
- mit einem anderen Unternehmen verbunden werden
- Cashflow erzeugen
- als Grundlage für weitere Investments dienen
Das ist der Punkt.
Wert schafft Möglichkeiten.
Und Möglichkeiten schaffen Freiheit.
Owner-Optionality: Genau darum geht es mir
Freiheit bedeutet, entscheiden zu können
Der Begriff Owner-Optionality beschreibt für mich ziemlich gut, was ich langfristig erreichen möchte.
Nicht:
„Ich muss verkaufen.“
Sondern:
„Ich könnte verkaufen.“
Nicht:
„Ich muss weiterarbeiten.“
Sondern:
„Ich kann entscheiden, woran ich arbeite.“
Nicht:
„Ich brauche unbedingt diesen einen Kunden.“
Sondern:
„Ich kann entscheiden, mit welchen Kunden ich arbeiten möchte.“
Nicht:
„Ich muss jedes Projekt annehmen.“
Sondern:
„Ich kann auswählen.“
Das ist für mich echte unternehmerische Freiheit.
Finanzielle Freiheit ist nur ein Teil der Freiheit
Geld allein löst das Problem nicht
Wenn jemand 5 Millionen Euro besitzt, aber keine Ahnung hat, was er mit seiner Zeit anfangen soll, würde ich nicht automatisch von vollständiger Freiheit sprechen.
Finanzielle Freiheit ist wichtig.
Aber für mich gehören mehrere Dimensionen zusammen.
Finanzielle Freiheit
Ich muss nicht jeden Auftrag annehmen, um meine Rechnungen bezahlen zu können.
Zeitliche Freiheit
Ich kann selbst entscheiden, wie ich meine Zeit einsetze.
Entscheidungsfreiheit
Ich kann meine eigenen unternehmerischen Entscheidungen treffen.
Geografische Freiheit
Ich kann grundsätzlich auch von anderen Orten aus arbeiten und leben, soweit mein Geschäftsmodell das erlaubt.
Beziehungsfreiheit
Ich kann entscheiden, mit welchen Menschen ich zusammenarbeiten möchte.
Unternehmerische Freiheit
Ich kann neue Unternehmen, Beteiligungen oder Projekte verfolgen.
Erst die Kombination dieser Dinge ergibt für mich ein wirklich interessantes Freiheitsmodell.
Warum mehr Umsatz nicht automatisch mehr Freiheit bedeutet
Wachstum kann sogar unfrei machen
Das klingt zunächst paradox.
Aber Umsatzwachstum kann gleichzeitig mehr Komplexität erzeugen.
Mehr Umsatz bedeutet möglicherweise:
- mehr Kunden
- mehr Mitarbeiter
- mehr Aufträge
- mehr Prozesse
- mehr Verantwortung
- mehr Kosten
- mehr Kommunikation
- mehr operative Probleme
Wenn das Geschäftsmodell nicht entsprechend strukturiert wird, kann der Unternehmer dadurch sogar stärker gebunden werden.
Deshalb finde ich die Frage:
„Wie viel Umsatz kann ich machen?“
weniger interessant als:
„Wie viel Wert und Cashflow kann ich erzeugen, ohne meine persönliche Abhängigkeit vom Unternehmen proportional zu erhöhen?“
Das ist eine völlig andere Perspektive.
Skalierung sollte nicht nur Umsatz skalieren
Idealerweise skaliert auch die Freiheit
Wenn ein Unternehmen wächst, sollte nicht nur der Umsatz steigen.
Idealerweise steigen auch:
- Prozesse
- Delegierbarkeit
- Managementqualität
- Automatisierung
- Wiederholbarkeit
- Planbarkeit
Wenn der Umsatz verdoppelt wird und gleichzeitig der persönliche Arbeitsaufwand verdoppelt wird, ist das aus meiner Sicht keine besonders attraktive Form der Skalierung.
Wenn Umsatz und Unternehmenswert steigen, während die persönliche operative Abhängigkeit sinkt, wird es interessant.
Dann entsteht möglicherweise echte Skalierung.
Warum Prozesse für Freiheit so wichtig sind
Was nur in deinem Kopf funktioniert, ist kein freies System
Gerade kleine Unternehmen leben häufig von implizitem Wissen.
Der Unternehmer weiß:
- wie man Kunden gewinnt
- wie man Angebote erstellt
- wen man anrufen muss
- welche Lieferanten funktionieren
- wie Probleme gelöst werden
- was bei bestimmten Kunden wichtig ist
Das funktioniert.
Aber es bindet.
Deshalb müssen aus Wissen irgendwann Systeme werden.
Dokumentation.
Checklisten.
Software.
Verantwortlichkeiten.
Standards.
Automatisierungen.
Prozesse.
Das klingt weniger spannend als „Entrepreneurship“.
Aber genau dort entsteht häufig die Grundlage für Freiheit.
Delegation bedeutet für mich nicht, Verantwortung abzugeben
Delegation bedeutet, ein Unternehmen unabhängiger zu machen
Viele Unternehmer delegieren erst dann, wenn sie völlig überlastet sind.
Ich sehe Delegation heute eher als strategischen Bestandteil des Unternehmensaufbaus.
Wenn jemand eine Aufgabe übernehmen kann, die vorher ausschließlich bei mir lag, entsteht ein Stück mehr Unabhängigkeit.
Wenn ein Mitarbeiter einen Prozess vollständig übernehmen kann, entsteht ein weiterer Baustein.
Wenn ein Geschäftsführer ein Unternehmen führen kann, entsteht eine ganz andere Ebene.
Dann wird aus:
„Mein Unternehmen“
zunehmend:
„Das Unternehmen, das ich besitze.“
Dieser Unterschied ist für mich enorm.
Freiheit entsteht nicht durch weniger Verantwortung
Sie entsteht durch andere Verantwortung
Ich möchte nicht weniger Verantwortung übernehmen.
Ich möchte eine andere Art von Verantwortung übernehmen.
Am Anfang:
Kunde gewinnen.
Auftrag erfüllen.
Problem lösen.
Rechnung schreiben.
Später:
Geschäftsmodell entwickeln.
Menschen einstellen.
Prozesse aufbauen.
Unternehmenswert entwickeln.
Noch später vielleicht:
Kapital allokieren.
Unternehmen verbinden.
Partner auswählen.
Neue Ventures aufbauen.
Das ist eine Entwicklung, die ich spannend finde.
Nicht weniger Verantwortung.
Sondern mehr Verantwortung auf einer anderen Ebene.
Builder → Owner → Investor
Das ist für mich der langfristige Weg
Meine unternehmerische Denkweise lässt sich zunehmend in drei Rollen beschreiben.
Builder.
Owner.
Investor.
Und genau diese Reihenfolge finde ich wichtig.
Builder: Etwas aufbauen
Am Anfang steht die Fähigkeit, etwas aus dem Nichts entstehen zu lassen.
Eine Idee.
Ein Geschäftsmodell.
Eine Website.
Eine Marke.
Ein Unternehmen.
Ein Kundenstamm.
Cashflow.
Hier entsteht der erste Wert.
Owner: Etwas besitzen
Wenn ein Unternehmen funktioniert, geht es um Ownership.
Wer besitzt den Wert?
Wie wird das Unternehmen weiterentwickelt?
Wie kann es unabhängiger vom Gründer werden?
Wie kann der Cashflow reinvestiert werden?
Investor: Kapital und Möglichkeiten verbinden
Später kann daraus Kapitalallokation entstehen.
Ein Unternehmen kann Cashflow erzeugen.
Dieser Cashflow kann in weitere Unternehmen fließen.
Vielleicht in:
- Akquisitionen
- neue Ventures
- Beteiligungen
- Joint Ventures
- Technologie
- Teams
Damit entsteht ein Kreislauf.
Create Equity → Compound Equity → Allocate Capital.
Warum ich digitale Assets interessant finde
Sie können aus relativ wenig Kapital entstehen
Ein Bereich, der mich dabei besonders interessiert, sind digitale Assets.
Zum Beispiel:
- Domains
- Websites
- SEO
- Content
- digitale Marken
- digitale Nachfragekanäle
Der Grund ist relativ einfach.
Man kann zunächst mit vergleichsweise wenig Kapital testen.
Eine Geschäftsidee kann aufgebaut werden.
Nachfrage kann überprüft werden.
Keywords können getestet werden.
Content kann erstellt werden.
Eine Website kann organisch Sichtbarkeit aufbauen.
Und wenn daraus tatsächlich Nachfrage entsteht, kann daraus ein Geschäftsmodell entstehen.
Das funktioniert natürlich nicht automatisch.
Aber die Möglichkeit, mit relativ wenig Kapital eine unternehmerische Option zu schaffen, finde ich interessant.
SEO ist für mich deshalb ein Freiheitswerkzeug
Organische Nachfrage kann langfristig einen Akquisitionskanal schaffen
SEO wird häufig ausschließlich als Marketingmaßnahme gesehen.
Für mich ist es interessanter, SEO als Teil eines Geschäftsmodells zu betrachten.
Die Logik lautet:
Suchintention
↓
Content
↓
organische Sichtbarkeit
↓
qualifizierte Nachfrage
↓
Anfragen
↓
Kunden
↓
Cashflow
↓
Unternehmenswert
Wenn dieser Prozess funktioniert, entsteht ein Akquisitionskanal.
Und je stärker dieser Prozess systematisiert werden kann, desto weniger muss jeder einzelne Kunde durch persönliche Akquise gewonnen werden.
Das kann wiederum zur unternehmerischen Freiheit beitragen.
Dabei ist SEO natürlich kein passives Einkommen.
Google selbst betont, dass Inhalte in erster Linie für Menschen erstellt werden sollten und einen eigenständigen, hilfreichen Mehrwert liefern müssen. Genau deshalb sehe ich SEO nicht als Trick, sondern als langfristigen Aufbau eines echten Nachfragekanals.
Freiheit bedeutet nicht, keine Abhängigkeiten zu haben
Vollständige Unabhängigkeit gibt es wahrscheinlich nicht
Auch ein Unternehmer mit mehreren Unternehmen ist abhängig.
Von:
- Kunden
- Mitarbeitern
- Lieferanten
- Märkten
- Banken
- Technologie
- gesetzlichen Rahmenbedingungen
- Plattformen
- wirtschaftlichen Entwicklungen
Darum geht es nicht.
Für mich bedeutet Freiheit eher:
Nicht von einer einzigen Abhängigkeit vollständig kontrolliert zu werden.
Wenn 80 Prozent des Umsatzes von einem Kunden kommen, ist die Abhängigkeit hoch.
Wenn alles Wissen bei einer Person liegt, ist die Abhängigkeit hoch.
Wenn der gesamte Vertrieb vom Gründer abhängt, ist die Abhängigkeit hoch.
Wenn das gesamte Unternehmen an einer einzigen Plattform hängt, ebenfalls.
Freiheit entsteht für mich deshalb auch durch Diversifikation und Redundanz.
Warum mehrere Unternehmen interessant werden können
Eine Unternehmensgruppe kann neue Optionen schaffen
Langfristig interessiert mich deshalb die Idee einer Unternehmensgruppe.
Nicht, weil „Holding“ gut klingt.
Sondern weil mehrere eigenständige Unternehmen unterschiedliche Cashflows, Märkte und Chancen miteinander verbinden können.
Ein Unternehmen kann beispielsweise:
- Cashflow erzeugen
- ein anderes Unternehmen finanzieren
- gemeinsame Ressourcen nutzen
- Kundenbeziehungen teilen
- Wissen übertragen
- neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen
Die einzelnen Unternehmen bleiben dabei eigenständig.
Die Gruppe ist der Owner.
Das Ziel ist nicht maximale Komplexität.
Das Ziel ist:
mehr unternehmerische Optionen.
Partnerschaften können ebenfalls Freiheit schaffen
Der richtige Partner macht aus einem Geschäftsmodell ein Unternehmen
Ich glaube nicht daran, jedes Unternehmen alleine aufbauen zu müssen.
Im Gegenteil.
Ein guter Unternehmerpartner kann eine enorme Hebelwirkung erzeugen.
Vielleicht besitzt eine Person:
- Branchenwissen
und eine andere:
- digitales Know-how.
Eine Person kennt den Markt.
Eine andere kann Vertrieb aufbauen.
Eine Person kennt die operative Leistung.
Eine andere entwickelt das Geschäftsmodell.
Dann kann etwas entstehen, das alleine möglicherweise nicht entstanden wäre.
Das ist für mich ein wichtiger Teil des Gedankens hinter Entrepreneurial Partner.
Ich möchte Geschäftsmöglichkeiten entwickeln und Menschen zusammenbringen, die gemeinsam daraus Unternehmen aufbauen können.
Freiheit bedeutet auch, Nein sagen zu können
Das ist vielleicht eine der unterschätztesten Formen von Freiheit
Wenn du finanziell auf jeden Auftrag angewiesen bist, kannst du schlecht Nein sagen.
Wenn du jeden Kunden brauchst, akzeptierst du vielleicht Kunden, mit denen du eigentlich nicht arbeiten möchtest.
Wenn du jeden Monat einen bestimmten Umsatz erreichen musst, nimmst du möglicherweise Projekte an, die strategisch überhaupt nicht sinnvoll sind.
Deshalb bedeutet finanzielle und unternehmerische Stabilität für mich auch:
Nein sagen zu können.
Nein zu einem Kunden.
Nein zu einem Projekt.
Nein zu einer Partnerschaft.
Nein zu einer schlechten Geschäftsidee.
Nein zu kurzfristigem Umsatz.
Das ist Freiheit.
Freiheit bedeutet auch, Ja sagen zu können
Optionen sind nicht nur Möglichkeiten, etwas abzulehnen
Das Gegenteil ist genauso wichtig.
Wenn eine interessante Gelegenheit entsteht, möchte ich auch Ja sagen können.
Ein neues Unternehmen.
Ein spannender Unternehmer.
Eine Akquisition.
Ein Joint Venture.
Ein neues digitales Asset.
Eine Reise.
Ein neues persönliches Projekt.
Freiheit bedeutet für mich deshalb:
Nein sagen können, ohne Angst zu haben.
Und:
Ja sagen können, ohne abhängig zu sein.
Warum ich langfristiges Denken wichtig finde
Freiheit entsteht selten innerhalb weniger Monate
Das ist vielleicht einer der wichtigsten Punkte.
Ich glaube nicht daran, dass man in wenigen Monaten ein komplett freies Unternehmerleben aufbaut.
Vielleicht gibt es Ausnahmen.
Aber grundsätzlich ist Unternehmenswert ein Prozess.
Du baust:
- Kundenbeziehungen.
- Prozesse.
- Cashflow.
- Marken.
- Teams.
- Reputation.
- Partnerschaften.
- Assets.
Und irgendwann entsteht daraus ein System.
Deshalb ist für mich Ausdauer so wichtig.
Nicht jede Entscheidung muss sofort einen finanziellen Return erzeugen.
Manche Entscheidungen bauen die Grundlage für den späteren Return.
Nicht jede Arbeit muss kurzfristig bezahlt werden
Manche Arbeit ist eine Investition
Das ist eine Denkweise, die ich immer interessanter finde.
Wenn ich heute einen Blogartikel schreibe, bekomme ich dafür vielleicht keinen Euro.
Aber der Artikel kann langfristig:
- gefunden werden
- Vertrauen schaffen
- neue Kontakte erzeugen
- Geschäftsmöglichkeiten eröffnen
- organische Nachfrage generieren
Wenn ich heute einen Prozess entwickle, bringt er vielleicht zunächst keinen Umsatz.
Aber er kann später Zeit sparen.
Wenn ich heute einen Unternehmer kennenlerne, entsteht vielleicht zunächst kein Geschäft.
Aber daraus kann später eine Partnerschaft entstehen.
Nicht jede unternehmerische Aktivität muss sofort monetarisiert werden.
Manche Aktivitäten schaffen Optionen.
Freiheit bedeutet nicht, dass jedes Projekt erfolgreich sein muss
Auch Fehlschläge gehören dazu
Wenn Freiheit das Ziel ist, könnte man leicht in die Falle geraten, nur noch auf vermeintlich sichere Geschäftsmodelle zu setzen.
Das möchte ich nicht.
Unternehmertum bedeutet für mich auch:
testen.
lernen.
verwerfen.
neu starten.
Vielleicht funktioniert ein Geschäftsmodell nicht.
Dann ist das Ergebnis nicht automatisch wertlos.
Vielleicht habe ich etwas über den Markt gelernt.
Vielleicht über Kunden.
Vielleicht über Vertrieb.
Vielleicht über Partnerschaften.
Vielleicht über meine eigenen Fähigkeiten.
Das Entscheidende ist, aus jedem Versuch besser zu werden.
Meine persönliche Definition von Erfolg verändert sich
Ich möchte nicht der Unternehmer mit den meisten Stunden sein
Früher kann Erfolg leicht über Aktivität definiert werden.
Viele Aufträge.
Viele Kunden.
Viele Projekte.
Viele Stunden.
Viel Umsatz.
Heute interessiert mich zunehmend etwas anderes:
Wie viel Wert entsteht aus meiner Zeit?
Kann ich aus einer Stunde ein Asset entwickeln?
Kann ich ein Unternehmen so strukturieren, dass andere Menschen Verantwortung übernehmen?
Kann ich einen Prozess bauen, der wiederholbar funktioniert?
Kann ich einen Unternehmer als Partner gewinnen?
Kann ich aus Cashflow weiteres Wachstum finanzieren?
Kann ich irgendwann mehr Entscheidungen treffen, weil ich weniger abhängig bin?
Das sind für mich inzwischen interessantere Fragen als reine Aktivität.
Was ich heute unter einem erfolgreichen Unternehmen verstehe
Nicht nur Umsatz und Gewinn
Ein erfolgreiches Unternehmen ist für mich eines, das mehrere Dinge gleichzeitig schafft.
Es schafft Wert für Kunden.
Es schafft Cashflow.
Es kann Mitarbeiter beschäftigen.
Es besitzt funktionierende Prozesse.
Es hat eine klare Positionierung.
Es kann sich weiterentwickeln.
Es ist nicht vollständig vom Gründer abhängig.
Und idealerweise schafft es auch für den Eigentümer mehr Freiheit.
Das ist ein Punkt, der in vielen Unternehmensdefinitionen fehlt.
Ein Unternehmen kann für Kunden und Mitarbeiter erfolgreich sein und trotzdem seinen Eigentümer komplett auffressen.
Das möchte ich langfristig vermeiden.
Die Frage, die ich mir bei jedem Unternehmen stellen möchte
„Macht mich dieses Unternehmen langfristig freier oder abhängiger?“
Ich finde diese Frage erstaunlich hilfreich.
Wenn ein neues Geschäftsmodell entsteht, kann man fragen:
- Erzeugt es Cashflow?
- Erzeugt es Unternehmenswert?
- Erzeugt es neue Abhängigkeiten?
- Kann es delegiert werden?
- Kann es automatisiert werden?
- Kann ein Partner Verantwortung übernehmen?
- Kann es ohne mich funktionieren?
- Eröffnet es neue Möglichkeiten?
Und irgendwann:
„Erhöht dieses Unternehmen meine Owner-Optionality?“
Wenn die Antwort Ja lautet, wird es interessant.
Was Freiheit für mich nicht bedeutet
Freiheit bedeutet nicht, immer das zu tun, worauf ich Lust habe
Unternehmerische Freiheit wird manchmal mit völliger Beliebigkeit verwechselt.
Das sehe ich anders.
Freiheit bedeutet auch Verantwortung.
Wenn ich ein Unternehmen besitze, habe ich Verantwortung gegenüber:
- Kunden
- Mitarbeitern
- Partnern
- Lieferanten
- Gesellschaftern
Ich kann nicht jeden Tag alles stehen und liegen lassen.
Das wäre keine verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Freiheit bedeutet für mich vielmehr:
„Ich entscheide bewusst, welche Verantwortung ich übernehmen möchte.“
Mein langfristiges Ziel: Eine Unternehmensgruppe und mehr Freiheit
Ich möchte Unternehmen aufbauen, die mir Optionen geben
Mein langfristiges Ziel ist deshalb nicht einfach:
„Ich möchte ein großes Unternehmen haben.“
Es ist eher:
„Ich möchte eine Unternehmensgruppe aus eigenständigen, profitablen Unternehmen und Beteiligungen aufbauen.“
Diese Unternehmen können unterschiedlich entstehen.
Durch:
- Build.
- Build + Partner.
- Joint Venture.
- Buy.
- Minority Investment.
- Merge.
Dabei muss nicht jedes Unternehmen riesig werden.
Es muss wirtschaftlich sinnvoll sein.
Cashflow erzeugen.
Unternehmenswert schaffen.
Und möglichst eigenständig funktionieren können.
Das ist für mich langfristig viel interessanter als ein einziges Unternehmen, von dem alles abhängt.
Freiheit ist für mich auch Lebensqualität
Unternehmertum sollte irgendwann dem Leben dienen
Das klingt vielleicht banal.
Ist es aber nicht.
Man kann sehr erfolgreich ein Unternehmen aufbauen und gleichzeitig sein eigenes Leben vernachlässigen.
Man kann viel Geld verdienen und keine Zeit haben.
Man kann ein großes Unternehmen besitzen und ständig erreichbar sein.
Man kann Status besitzen und trotzdem nicht zufrieden sein.
Deshalb möchte ich Unternehmertum nicht vom Leben trennen.
Ich möchte, dass Unternehmen irgendwann mehr Lebensmöglichkeiten schaffen.
Zeit für Familie.
Zeit zum Reisen.
Zeit zum Nachdenken.
Zeit für neue Ideen.
Zeit für Menschen.
Zeit für Dinge, die nichts mit Umsatz zu tun haben.
Für mich ist das kein Gegensatz zu Unternehmertum.
Es ist einer der Gründe, warum ich Unternehmertum überhaupt interessant finde.
Die Freiheit, wieder Anfänger zu sein
Ein unterschätzter Teil von unternehmerischer Freiheit
Wenn du ständig im operativen Geschäft festhängst, kannst du kaum neue Dinge ausprobieren.
Dein Kalender ist voll.
Deine Kunden warten.
Dein Team braucht Entscheidungen.
Du musst Umsatz sichern.
Wenn du irgendwann ein funktionierendes Unternehmen besitzt, das nicht mehr jede Minute deiner Aufmerksamkeit benötigt, entsteht etwas sehr Wertvolles:
Freiraum.
Und diesen Freiraum kannst du nutzen, um wieder Anfänger zu sein.
Eine neue Branche kennenzulernen.
Ein neues Geschäftsmodell zu testen.
Ein Unternehmen zu kaufen.
Eine neue Technologie zu verstehen.
Mit einem Unternehmer eine Idee zu entwickeln.
Für mich ist genau das spannend.
Nicht weniger Unternehmertum.
Mehr Möglichkeiten für Unternehmertum.
Freiheit ist deshalb kein Endzustand
Sie ist ein System aus Optionen
Ich glaube nicht, dass man irgendwann einen Punkt erreicht und sagt:
„Jetzt bin ich für immer frei.“
Das Leben verändert sich.
Unternehmen verändern sich.
Märkte verändern sich.
Menschen verändern sich.
Neue Verpflichtungen entstehen.
Neue Chancen entstehen.
Deshalb sehe ich Freiheit eher als Fähigkeit:
- Optionen aufzubauen.
- Abhängigkeiten zu reduzieren.
- Ownership zu entwickeln.
- Cashflow zu erzeugen.
- Risiken zu verteilen.
- Entscheidungsspielräume zu vergrößern.
Das ist ein Prozess.
Meine persönliche Einschätzung
Ich möchte nicht möglichst viel besitzen – ich möchte möglichst viele Möglichkeiten besitzen
Wenn ich meine unternehmerische Entwicklung heute zusammenfassen müsste, würde ich sagen:
Ich möchte nicht einfach möglichst viel arbeiten.
Ich möchte nicht nur möglichst viel Umsatz machen.
Ich möchte nicht nur ein großes Unternehmen aufbauen.
Ich möchte nicht einmal unbedingt möglichst viele Unternehmen besitzen.
Ich möchte mir durch Unternehmen und Ownership Möglichkeiten schaffen.
Möglichkeiten, meine Zeit selbst einzusetzen.
Möglichkeiten, interessante Menschen kennenzulernen.
Möglichkeiten, neue Unternehmen zu bauen.
Möglichkeiten, Kapital zu investieren.
Möglichkeiten, Nein zu sagen.
Möglichkeiten, Ja zu sagen.
Möglichkeiten, zu reisen.
Möglichkeiten, mein Leben selbst zu gestalten.
Und genau deshalb ist Freiheit für mich das eigentliche Unternehmensziel.
Mein Fazit: Unternehmertum ist für mich ein Mittel zur Freiheit
Unternehmertum ist kein Selbstzweck.
Zumindest für mich nicht.
Ich möchte Unternehmen nicht aufbauen, nur damit sie größer werden.
Ich möchte Unternehmenswert nicht schaffen, nur damit eine Zahl auf einem Papier steigt.
Ich möchte Cashflow nicht nur erzeugen, um ihn auf dem Konto liegen zu lassen.
Ich sehe das alles als Teil eines größeren Systems.
Geschäftsmöglichkeiten entdecken.
↓
↓
Nachfrage erzeugen.
↓
Unternehmen aufbauen.
↓
Cashflow erzeugen.
↓
Unternehmenswert schaffen.
↓
Ownership aufbauen.
↓
Cashflow und Unternehmenswert reinvestieren.
↓
Weitere Unternehmen und Beteiligungen entwickeln.
↓
Owner-Optionality erhöhen.
↓
Mehr Freiheit schaffen.
Das ist für mich die eigentliche Logik dahinter.
Und vielleicht ist das auch die wichtigste Erkenntnis, die ich über Unternehmertum gewonnen habe:
Ein Unternehmen sollte nicht nur wachsen. Es sollte irgendwann auch deinen persönlichen Handlungsspielraum vergrößern.
Wenn dein Unternehmen jedes Jahr größer wird, du aber gleichzeitig immer weniger Zeit hast, immer mehr Entscheidungen selbst treffen musst und immer stärker von deinem eigenen Unternehmen abhängig wirst, dann solltest du dir zumindest die Frage stellen, ob du wirklich in Richtung Freiheit gehst.
Vielleicht ist mehr Umsatz dann nicht die Lösung.
Vielleicht brauchst du bessere Prozesse.
Vielleicht mehr Delegation.
Vielleicht ein anderes Geschäftsmodell.
Vielleicht wiederkehrende Umsätze.
Vielleicht einen Partner.
Vielleicht eine andere Eigentümerstruktur.
Vielleicht sogar den Mut, ein Geschäftsmodell zu beenden, das zwar Geld verdient, aber nicht zu dem Leben passt, das du eigentlich führen möchtest.
Ich glaube heute jedenfalls nicht mehr daran, dass unternehmerischer Erfolg ausschließlich daran gemessen werden sollte, wie groß ein Unternehmen geworden ist.
Für mich ist eine mindestens genauso wichtige Frage:
„Wie viel Freiheit hat dieses Unternehmen geschaffen?“
Für mich selbst.
Für die Menschen, die darin arbeiten.
Und für die Möglichkeit, irgendwann etwas Neues aufzubauen.
Denn genau das ist der Grund, warum ich Unternehmer sein möchte.
Nicht um beschäftigt zu sein.
Nicht um möglichst wichtig zu wirken.
Nicht um einen Titel zu tragen.
Sondern um etwas aufzubauen, das Wert schafft und mir gleichzeitig die Möglichkeit gibt, selbst über meine Zeit und meine Zukunft zu entscheiden.
Builder. Owner. Investor.
Und dahinter steht für mich letztlich ein sehr einfaches Ziel:
Freiheit.

