Lange Zeit habe ich Geld und Unternehmenswert nicht unbedingt als dasselbe betrachtet.
Das ist wahrscheinlich auch normal.
Wenn man unternehmerisch arbeitet, denkt man zunächst häufig an Umsatz.
Dann an Gewinn.
Vielleicht irgendwann an einen guten Kontostand.
Man arbeitet, stellt Rechnungen, bezahlt Kosten und am Ende bleibt hoffentlich etwas übrig.
Das ist wichtig.
Aber irgendwann verändert sich die Perspektive.
Zumindest bei mir.
Ich stelle mir heute zunehmend eine andere Frage:
Was entsteht eigentlich durch meine Arbeit?
Entsteht nur Einkommen?
Oder entsteht etwas, das auch dann einen Wert besitzt, wenn ich selbst nicht jeden Tag daran arbeite?
Genau hier beginnt für mich der Unterschied zwischen Geld verdienen und Unternehmenswert schaffen.
Geld kann kurzfristig entstehen.
Unternehmenswert entsteht meiner Meinung nach eher durch etwas, das über längere Zeit aufgebaut wird.
Ein Unternehmen mit stabilen Kundenbeziehungen, wiederkehrendem Cashflow, funktionierenden Prozessen, einer starken Positionierung und geringer Abhängigkeit vom Gründer ist etwas anderes als ein Geschäftsmodell, bei dem der Unternehmer jeden Auftrag persönlich akquirieren und jede Leistung selbst erbringen muss.
Beides kann gutes Geld verdienen.
Aber es sind zwei unterschiedliche Arten von Vermögenswerten.
Und je länger ich mich mit Unternehmertum beschäftige, desto interessanter finde ich genau diese Unterscheidung.
Ich möchte nicht nur Einkommen erzeugen. Ich möchte langfristig Assets aufbauen.
Das ist eine Denkweise, die sich bei mir über die Jahre entwickelt hat und die auch meine Vorstellung von Builder → Owner → Investor beeinflusst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Umsatz ist nicht dasselbe wie Gewinn.
- Gewinn ist nicht dasselbe wie Cashflow.
- Cashflow ist nicht automatisch dasselbe wie Unternehmenswert.
- Ein Unternehmen kann viel Umsatz machen und trotzdem wenig wert sein.
- Unternehmenswert hängt unter anderem von zukünftigen Erträgen, Cashflows, Risiken und der Übertragbarkeit des Geschäftsmodells ab.
- Ein Unternehmen wird interessanter, wenn es weniger von einer einzelnen Person abhängig ist.
- Wiederkehrende Umsätze, Prozesse, Kundenbeziehungen und eine klare Marktposition können wertvolle Assets sein.
- Nicht jede Investition muss kurzfristig Geld bringen, wenn sie langfristig einen wertvollen Vermögenswert aufbaut.
- Zeit kann entweder verkauft oder in Assets investiert werden.
- Für mich liegt der Unterschied zwischen Selbstständigkeit und Unternehmertum zunehmend in der Frage nach Ownership.
- Langfristig interessiert mich nicht nur, wie viel Geld ein Unternehmen erwirtschaftet, sondern was aus diesem Cashflow aufgebaut werden kann.
- Die langfristige Logik lautet für mich: Create Equity → Compound Equity → Allocate Capital.
Geld verdienen und Vermögen aufbauen sind zwei unterschiedliche Dinge
Einkommen ist wichtig – aber nicht das eigentliche Ziel
Ich möchte Geld nicht schlechtreden.
Im Gegenteil.
Cashflow ist extrem wichtig.
Ein Unternehmen, das kein Geld verdient, hat irgendwann ein Problem.
Rechnungen müssen bezahlt werden.
Mitarbeiter müssen bezahlt werden.
Steuern müssen bezahlt werden.
Investitionen müssen finanziert werden.
Und auch unternehmerische Freiheit funktioniert nicht ohne finanzielle Grundlage.
Aber Einkommen allein erzeugt noch keine langfristige Unabhängigkeit.
Wenn ich heute 10.000 Euro verdiene und dafür meine eigene Arbeitsleistung einsetze, habe ich zunächst 10.000 Euro Einkommen.
Wenn ich morgen nicht mehr arbeite und das Einkommen auf null fällt, ist der wirtschaftliche Mechanismus dahinter relativ einfach.
Ich habe meine Zeit gegen Geld getauscht.
Das kann ein hervorragendes Geschäftsmodell sein.
Aber es ist etwas anderes als ein Unternehmen, das unabhängig von meiner täglichen Arbeitszeit einen wirtschaftlichen Wert besitzt.
Die entscheidende Frage lautet: Was bleibt?
Diese Frage beschäftigt mich immer stärker.
Was bleibt von meiner Arbeit, wenn ich nicht mehr daran arbeite?
Bleibt:
- eine Website?
- eine Marke?
- ein Kundenstamm?
- ein funktionierender Vertrieb?
- wiederkehrender Umsatz?
- ein Team?
- dokumentierte Prozesse?
- eine Technologie?
- ein Netzwerk?
- eine Datenbasis?
- eine starke Marktposition?
- ein Unternehmen, das jemand anderes führen könnte?
Oder bleibt am Ende nur die Tatsache, dass ich gearbeitet und dafür Geld bekommen habe?
Beides ist legitim.
Aber ich halte den zweiten Zustand langfristig für weniger interessant.
Umsatz ist eine wichtige Kennzahl – aber noch kein Unternehmenswert
Warum hohe Umsätze manchmal wenig bedeuten
Eine der einfachsten unternehmerischen Fehlannahmen ist:
„Wenn mein Unternehmen viel Umsatz macht, muss es viel wert sein.“
So einfach ist es nicht.
Ein Unternehmen mit 5 Millionen Euro Umsatz kann unter Umständen deutlich weniger attraktiv sein als ein Unternehmen mit 1 Million Euro Umsatz.
Warum?
Weil nicht nur der Umsatz zählt.
Interessant sind unter anderem:
- Profitabilität
- Cashflow
- Wachstum
- Stabilität
- Kundenstruktur
- Wiederholbarkeit
- Abhängigkeiten
- Marktposition
- Risiken
- Skalierbarkeit
- Management
- Prozesse
- Zukunftsperspektive
Auch die konkrete Bewertungsmethode spielt eine Rolle.
Die IHK nennt beispielsweise das Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren und Multiplikatorverfahren als gängige Ansätze zur Unternehmensbewertung. Dabei wird insbesondere deutlich, dass Unternehmenswert nicht einfach mit einer einzelnen Kennzahl gleichgesetzt werden kann.
Umsatz ist ein Ergebnis – Unternehmenswert ist eine Perspektive auf die Zukunft
Das ist für mich eine hilfreiche Denkweise.
Ein Käufer kauft nicht nur die Vergangenheit.
Er kauft vor allem die Möglichkeit, mit dem Unternehmen künftig Geld zu verdienen.
Beim Ertragswert- beziehungsweise DCF-Ansatz spielen deshalb zukünftige finanzielle Überschüsse eine zentrale Rolle. Die Vergangenheit dient unter anderem dazu, die zukünftige Entwicklung besser einschätzen zu können.
Das verändert die Frage.
Nicht:
„Wie viel Umsatz habe ich gemacht?“
Sondern:
„Wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Unternehmen auch in Zukunft stabile wirtschaftliche Ergebnisse erzeugt?“
Unternehmenswert entsteht für mich aus mehreren Dingen gleichzeitig
Cashflow ist ein wichtiger Bestandteil
Ein Unternehmen muss wirtschaftlich funktionieren.
Das klingt banal.
Ist es aber nicht.
Wenn ein Geschäftsmodell dauerhaft keinen positiven Cashflow erzeugen kann, wird es schwierig, daraus langfristig einen stabilen Unternehmenswert zu entwickeln.
Cashflow ermöglicht:
- Investitionen
- Wachstum
- Rücklagen
- Mitarbeiter
- Technologie
- Marketing
- Akquisitionen
- neue Ventures
Cashflow ist deshalb nicht nur das Ergebnis eines Unternehmens.
Er kann zum Treibstoff für weitere Unternehmensentwicklung werden.
Aber Cashflow allein reicht ebenfalls nicht
Ein Unternehmen kann profitabel sein und trotzdem stark vom Gründer abhängen.
Stell dir ein Unternehmen vor, das jedes Jahr einen guten Gewinn erwirtschaftet.
Aber:
Der Gründer verkauft selbst.
Der Gründer betreut die wichtigsten Kunden.
Der Gründer kennt alle Lieferanten.
Der Gründer entscheidet alles.
Der Gründer löst jedes Problem.
Wenn dieser Gründer morgen ausfällt, funktioniert das Unternehmen nicht mehr richtig.
Dann besitzt man zwar ein profitables Geschäft.
Aber die Übertragbarkeit ist eingeschränkt.
Und genau diese Übertragbarkeit finde ich beim Thema Unternehmenswert besonders interessant.
Was passiert, wenn der Unternehmer nicht mehr da ist?
Eine Frage, die ich mir heute viel früher stellen würde
Eine der besten Fragen beim Unternehmensaufbau lautet meiner Meinung nach:
„Was passiert mit diesem Unternehmen, wenn ich sechs Monate nicht daran arbeite?“
Die Antwort ist sehr aufschlussreich.
Wenn alles zusammenbricht, besitzt du möglicherweise vor allem einen Arbeitsplatz für dich selbst.
Wenn das Unternehmen weiterläuft, beginnt etwas anderes zu entstehen.
Ein Asset.
Das bedeutet nicht, dass der Unternehmer überflüssig werden muss.
Natürlich kann ein Gründer für ein Unternehmen extrem wertvoll sein.
Aber langfristig sollte das Unternehmen idealerweise nicht ausschließlich auf seiner persönlichen Arbeitsleistung beruhen.
Der Unterschied zwischen Unternehmer und Selbstständigem
Ich sehe hier einen wichtigen Unterschied.
Ein Selbstständiger kann ein sehr gutes Einkommen erzielen.
Ein Unternehmer versucht zusätzlich, ein System zu schaffen, das wirtschaftlich funktioniert, auch wenn seine eigene Rolle sich verändert.
Das ist keine Wertung.
Selbstständigkeit kann genau das Richtige sein.
Aber wenn das langfristige Ziel Unternehmenswert und Ownership lautet, muss irgendwann die Frage nach der Übertragbarkeit gestellt werden.
Zeit ist für mich eines der wichtigsten Assets
Die eigentliche Währung des Unternehmers
Geld kann man verlieren und wieder verdienen.
Zeit bekommt man nicht zurück.
Deshalb interessiert mich zunehmend die Frage:
„Wie setze ich meine Zeit ein?“
Wenn ich eine Stunde arbeite und dafür bezahlt werde, habe ich Einkommen erzeugt.
Wenn ich eine Stunde damit verbringe, einen Prozess aufzubauen, der mir künftig jeden Monat mehrere Stunden spart, habe ich etwas anderes geschaffen.
Wenn ich eine Stunde in Content investiere, der über Jahre organische Nachfrage erzeugen kann, habe ich möglicherweise ein digitales Asset geschaffen.
Wenn ich eine Stunde mit einem potenziellen Partner verbringe und daraus später ein Unternehmen entsteht, kann der Wert dieser Stunde völlig anders aussehen.
Nicht jede produktive Stunde erzeugt denselben Wert
Das ist eine Denkweise, die ich zunehmend wichtig finde.
Es gibt:
Arbeitszeit.
Und es gibt:
Aufbauzeit.
Natürlich ist die Trennung nicht immer sauber.
Aber grundsätzlich finde ich die Frage interessant:
„Verbrauche ich gerade Zeit – oder investiere ich Zeit in etwas, das später unabhängig von meiner Zeit weiterarbeiten kann?“
Von Zeit zu Assets
Das ist für mich der Kern von Unternehmertum
Ich finde den Gedanken interessant, dass man Zeit zunächst nicht nur für Einkommen einsetzen kann.
Man kann Zeit nutzen, um Assets zu schaffen.
Zum Beispiel:
Zeit + Wissen
↓
Content
↓
Website
↓
organische Sichtbarkeit
↓
Nachfrage
↓
Kunden
↓
Cashflow
↓
Unternehmenswert
Das ist natürlich keine automatische Formel.
SEO funktioniert nicht immer.
Nicht jede Website wird erfolgreich.
Nicht jeder Kunde bleibt.
Nicht jedes Geschäftsmodell skaliert.
Aber die grundsätzliche Logik finde ich interessant.
Zeit kann in Vermögenswerte umgewandelt werden.
Und genau das unterscheidet für mich zunehmend kurzfristiges Einkommen von langfristigem Ownership.
SEO ist für mich deshalb mehr als Marketing
Ein guter Content-Asset kann langfristig arbeiten
SEO wird häufig als Traffic-Kanal betrachtet.
Keyword auswählen.
Artikel schreiben.
Rankings verbessern.
Besucher bekommen.
Für mich ist die interessantere Perspektive:
„Kann aus organischer Nachfrage ein wirtschaftliches Asset entstehen?“
Wenn ein Unternehmen über Google regelmäßig qualifizierte Anfragen erhält, entsteht ein Akquisitionskanal.
Wenn dieser Akquisitionskanal nicht ausschließlich von bezahlter Werbung abhängt, kann das strategisch interessant sein.
Und wenn daraus ein eigenständiges, profitables Unternehmen entsteht, wird aus SEO plötzlich ein Teil des Unternehmenswertes.
Google selbst empfiehlt ausdrücklich nutzerorientierte, hilfreiche und originelle Inhalte statt Content, der primär für Suchmaschinen produziert wird. Gerade für eine langfristige Content-Strategie halte ich diesen Ansatz für entscheidend.
Content sollte nicht das Ziel sein
Der Blogartikel ist nicht das Unternehmen.
Die Website ist nicht das Unternehmen.
Das Keyword ist nicht das Unternehmen.
SEO ist ein Werkzeug.
Das Ziel ist:
Nachfrage.
Dann:
Geschäft.
Dann:
Cashflow.
Und langfristig:
Unternehmenswert.
Unternehmenswert entsteht nicht nur aus materiellen Vermögenswerten
Viele wertvolle Assets sieht man nicht in einer Werkhalle
Ein Unternehmen kann sehr wertvoll sein, obwohl ein großer Teil seines Wertes nicht aus Maschinen oder Immobilien besteht.
Zum Beispiel:
- Marke
- Kundenbeziehungen
- Prozesse
- Know-how
- Software
- Daten
- Vertriebsstrukturen
- Reputation
- wiederkehrende Umsätze
- Marktposition
- Mitarbeiter
- Management
- Partnernetzwerk
Diese Dinge sind teilweise schwerer zu messen.
Aber genau deshalb sind sie nicht automatisch wertlos.
Ein Unternehmen ist ein System
Das ist eine Perspektive, die mir gefällt.
Ein Unternehmen ist nicht einfach eine Summe von Rechnungen.
Es ist ein System, das bestimmte Ressourcen miteinander verbindet:
Menschen + Prozesse + Kunden + Kapital + Technologie + Marke + Markt
Wenn dieses System zuverlässig wirtschaftlichen Nutzen erzeugt, entsteht ein wirtschaftlicher Wert.
Und je besser dieses System funktioniert, desto weniger muss der Unternehmer persönlich jede einzelne Aufgabe erledigen.
Wiederkehrender Umsatz verändert die Qualität eines Geschäftsmodells
Planbarkeit ist wirtschaftlich interessant
Ein einmaliger Auftrag kann gutes Geld bringen.
Ein wiederkehrender Auftrag kann zusätzlich Planbarkeit schaffen.
Das bedeutet nicht, dass wiederkehrender Umsatz automatisch ein Unternehmen wertvoll macht.
Aber aus unternehmerischer Sicht ist es interessant, wenn Kunden regelmäßig kaufen, Verträge verlängert werden oder ein Geschäftsmodell wiederholbare Umsätze erzeugt.
Denn dadurch wird die zukünftige Entwicklung möglicherweise besser planbar.
Und Planbarkeit ist für Unternehmensbewertung relevant.
Die Frage lautet: Wie wiederholbar ist das Geschäft?
Ein Unternehmer sollte sich deshalb fragen:
- Wie entstehen neue Kunden?
- Wie häufig kaufen sie?
- Warum bleiben sie?
- Wie abhängig bin ich von einzelnen Kunden?
- Wie viel Aufwand kostet ein neuer Auftrag?
- Wie vorhersehbar sind Umsätze?
- Wie stabil sind Margen?
Je besser diese Fragen beantwortet werden können, desto mehr wird aus einem einzelnen Geschäft ein belastbares Geschäftsmodell.
Ein Unternehmen sollte nicht nur vom Unternehmer abhängig sein
Owner-Independent ist für mich ein wichtiges Ziel
Je stärker ein Unternehmen vom Gründer abhängt, desto schwieriger wird die Übergabe.
Das betrifft nicht nur einen späteren Verkauf.
Es betrifft auch:
- Wachstum
- Delegation
- Management
- Urlaub
- Expansion
- Beteiligungen
- Nachfolge
Wenn jede wichtige Entscheidung beim Unternehmer landet, entsteht ein Flaschenhals.
Wenn dagegen Prozesse, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsstrukturen existieren, kann das Unternehmen wachsen.
Delegation ist deshalb mehr als eine Entlastung
Delegation wird häufig als Möglichkeit verstanden, weniger arbeiten zu müssen.
Ich sehe sie zunehmend als Wertaufbau.
Wenn ich eine Aufgabe abgebe und das Unternehmen dadurch trotzdem funktioniert, entsteht eine zusätzliche Fähigkeit des Systems.
Das Unternehmen kann mehr, ohne dass ich persönlich mehr arbeiten muss.
Das ist ein echter Unterschied.
Warum ich Unternehmenswert inzwischen höher bewerte als reines Einkommen
Einkommen bezahlt den heutigen Lebensstandard
Unternehmenswert kann die zukünftige Entscheidungsfreiheit erhöhen.
Das ist natürlich vereinfacht.
Aber die Perspektive hilft mir.
Einkommen beantwortet:
„Wie viel verdiene ich?“
Unternehmenswert stellt zusätzlich die Frage:
„Was besitze ich?“
Und Ownership stellt eine weitere Frage:
„Worüber kann ich langfristig entscheiden?“
Diese drei Dinge sind nicht identisch.
Du kannst ein hohes Einkommen haben und wenig Ownership.
Du kannst ein Unternehmen besitzen, das aktuell noch wenig Cashflow erzeugt.
Du kannst Cashflow erzeugen und gleichzeitig Assets aufbauen.
Die Kunst besteht darin, diese Ebenen sinnvoll miteinander zu verbinden.
Unternehmertum bedeutet für mich zunehmend Ownership
Vom Einkommen zum Eigentum
Je länger ich mich mit Unternehmertum beschäftige, desto stärker interessiert mich die Frage nach Ownership.
Nicht nur:
„Was kann ich mit meiner Arbeit verdienen?“
Sondern:
„Was kann ich besitzen, entwickeln und langfristig weitergeben?“
Das kann ein Unternehmen sein.
Eine Beteiligung.
Eine Marke.
Ein digitales Asset.
Eine Plattform.
Ein Kundenstamm.
Eine Unternehmensgruppe.
Dabei geht es nicht darum, alles besitzen zu müssen.
Ownership bedeutet für mich vor allem, einen Anteil an dem Wert zu besitzen, den man mit aufgebaut hat.
Nicht jede Investition muss sofort Geld bringen
Manchmal investiert man zuerst in eine Option
Das ist ein weiterer Punkt, den ich interessant finde.
Angenommen, du investierst Zeit in eine Website.
Heute produziert sie keinen nennenswerten Umsatz.
Ist diese Zeit automatisch verloren?
Nicht unbedingt.
Vielleicht entsteht daraus später Nachfrage.
Vielleicht entwickelt sich daraus ein neues Geschäftsmodell.
Vielleicht findet sich ein Partner.
Vielleicht wird die Website Teil eines bestehenden Unternehmens.
Vielleicht stellt sich nach sechs Monaten heraus, dass die Idee nicht funktioniert.
Auch dann kann die Investition Erkenntnisse geliefert haben.
Optionality hat einen Wert – aber nur unter bestimmten Bedingungen
Ich mag den Begriff Optionality, weil er gut beschreibt, wie ich manche Geschäftsmöglichkeiten betrachte.
Eine Option kann später:
- weiterentwickelt werden
- mit einem Partner aufgebaut werden
- verkauft werden
- integriert werden
- skaliert werden
- mit einem anderen Unternehmen verbunden werden
- beendet werden
Aber auch hier gilt:
Nicht jede Idee ist wertvoll, nur weil sie theoretisch Möglichkeiten eröffnet.
Optionality braucht eine reale Grundlage.
Eine Möglichkeit wird interessanter, wenn sie auf echten Daten, echter Nachfrage, einem Markt oder einem klaren strategischen Vorteil basiert.
Was ich über Multiples und Unternehmensbewertung gelernt habe
Der Wert eines Unternehmens ist keine magische Zahl
Unternehmensbewertung wirkt manchmal wie eine exakte Wissenschaft.
Man nimmt eine Kennzahl.
Multipliziert sie mit einem Multiple.
Und fertig ist der Unternehmenswert.
In der Realität ist es komplizierter.
Multiplikatoren können als Orientierung dienen, aber die konkrete Bewertung hängt von vielen Faktoren ab.
Die IHK weist ebenfalls darauf hin, dass Bewertungsmethoden Anhaltspunkte für eine Kaufpreisverhandlung liefern und nicht automatisch einen rechtlich verbindlichen „richtigen“ Unternehmenswert bestimmen.
Das finde ich wichtig.
Denn zwei Unternehmen mit gleichem Umsatz und gleichem EBITDA können aufgrund ihrer Qualität völlig unterschiedlich attraktiv sein.
Qualität beeinflusst die Bewertung
Interessant können beispielsweise sein:
- Wachstum
- Margen
- Kundenbindung
- wiederkehrender Umsatz
- Marktstellung
- Gründerabhängigkeit
- Management
- Skalierbarkeit
- Wettbewerb
- operative Risiken
- Kundenkonzentration
Deshalb würde ich heute nicht nur versuchen, einen höheren Gewinn zu erzielen.
Ich würde mich auch fragen:
„Welche Eigenschaften machen dieses Unternehmen für einen zukünftigen Eigentümer attraktiver?“
Was macht ein Unternehmen für einen Käufer interessant?
Der Käufer kauft nicht nur Zahlen
Wenn ein Unternehmen irgendwann verkauft werden soll, schaut ein Käufer natürlich auf die Zahlen.
Aber er wird sich vermutlich auch andere Fragen stellen:
Wie stabil ist das Geschäft?
Wie abhängig ist es vom Gründer?
Wie entstehen neue Kunden?
Wie gut sind die Prozesse dokumentiert?
Wie loyal sind die Kunden?
Wie hoch sind die Margen?
Wie stark ist die Wettbewerbsposition?
Welche Risiken existieren?
Welche Wachstumschancen gibt es?
Das bedeutet:
Unternehmenswert wird nicht nur in Excel geschaffen.
Er entsteht im operativen System.
Der Unterschied zwischen Umsatzoptimierung und Unternehmensoptimierung
Nicht jede Umsatzsteigerung ist ein Fortschritt
Man kann Umsatz kaufen.
Mit Werbung.
Mit Rabatten.
Mit zusätzlichem Personal.
Mit niedrigen Preisen.
Mit aggressivem Vertrieb.
Aber die entscheidende Frage lautet:
„Was bleibt davon übrig?“
Wenn der Umsatz um 30 Prozent steigt, aber die Marge sinkt, die Komplexität explodiert und das Unternehmen noch stärker vom Gründer abhängig wird, ist nicht automatisch mehr Unternehmenswert entstanden.
Manchmal ist weniger Umsatz mit besserer Qualität wirtschaftlich interessanter.
Ich würde heute stärker auf Qualität des Umsatzes schauen
Zum Beispiel:
- Ist der Umsatz profitabel?
- Ist er wiederholbar?
- Ist er planbar?
- Wie teuer ist die Akquisition?
- Wie abhängig ist er von einzelnen Kunden?
- Wie viel operative Arbeit steckt dahinter?
- Kann das Geschäftsmodell wachsen?
Das sind für mich die interessanteren Fragen.
Cashflow ist nicht das Ende – sondern möglicherweise der Anfang
Was passiert mit dem Geld, das ein Unternehmen erwirtschaftet?
Hier beginnt für mich der nächste Schritt.
Ein Unternehmen erzeugt Cashflow.
Und dann?
Man kann ihn:
- ausschütten
- sparen
- investieren
- Schulden reduzieren
- Mitarbeiter einstellen
- neue Produkte entwickeln
- Marketing aufbauen
- weitere Unternehmen kaufen
- Beteiligungen eingehen
Damit wird Cashflow zu Kapital.
Und Kapital kann wiederum neue Assets schaffen.
Create Equity → Compound Equity → Allocate Capital
Das ist die langfristige Denkweise, die ich zunehmend interessant finde.
Create Equity
Zuerst Unternehmenswert schaffen.
Compound Equity
Diesen Wert über Zeit weiterentwickeln.
Allocate Capital
Den daraus entstehenden Cashflow und das Kapital gezielt in weitere Möglichkeiten investieren.
Damit entsteht ein Kreislauf.
Unternehmen erzeugen Cashflow.
Cashflow ermöglicht Investitionen.
Investitionen schaffen weitere Assets.
Assets können wiederum Cashflow und Unternehmenswert erzeugen.
Das ist für mich wesentlich spannender als einfach nur:
„Wie kann ich nächstes Jahr mehr verdienen?“
Geld sollte irgendwann für dich arbeiten – aber nicht auf magische Weise
Kapital ist ein Werkzeug
Der Satz „Geld soll für dich arbeiten“ wird häufig verwendet.
Ich finde ihn etwas zu einfach.
Geld arbeitet nicht automatisch.
Du musst es sinnvoll einsetzen.
Ein schlechtes Investment bleibt ein schlechtes Investment, auch wenn du es als „passives Einkommen“ bezeichnest.
Für Unternehmer bedeutet Kapitalallokation deshalb Verantwortung.
Die Frage lautet:
„Wo erzeugt ein Euro eingesetztes Kapital langfristig den größten sinnvollen Wert?“
Das kann im eigenen Unternehmen sein.
In einem neuen Venture.
In einer Akquisition.
In Technologie.
In einem Team.
In Marketing.
Oder außerhalb des eigenen Unternehmens.
Entscheidend ist die Qualität der Entscheidung.
Warum ich Unternehmen lieber als Assets betrachte
Ein Unternehmen kann mehr sein als ein Arbeitsplatz
Ich finde den Begriff „Asset“ hilfreich.
Ein Unternehmen kann ein Asset sein.
Nicht weil es automatisch wertvoll ist.
Sondern weil es einen eigenständigen wirtschaftlichen Wert besitzen kann.
Ein gutes Unternehmen kann:
- Cashflow erzeugen
- Mitarbeiter beschäftigen
- Kunden bedienen
- Prozesse besitzen
- eine Marke entwickeln
- neue Unternehmen hervorbringen
- verkauft werden
- mit anderen Unternehmen kombiniert werden
Dadurch verändert sich die Perspektive.
Ich frage nicht nur:
„Wie viel verdiene ich mit diesem Unternehmen?“
Sondern:
„Was für ein Asset baue ich hier eigentlich?“
Was ich über Unternehmenswert noch gelernt habe: Einfachheit ist wertvoll
Komplexität kostet häufig Geld
Je komplizierter ein Unternehmen wird, desto mehr Dinge können schiefgehen.
Mehr Produkte.
Mehr Prozesse.
Mehr Schnittstellen.
Mehr Mitarbeiter.
Mehr Systeme.
Mehr Abhängigkeiten.
Mehr Kundenanforderungen.
Wachstum kann großartig sein.
Aber Wachstum um jeden Preis ist nicht automatisch sinnvoll.
Ich finde deshalb Geschäftsmodelle interessant, die relativ einfach verständlich sind:
Problem → Lösung → Kunde → Umsatz → Cashflow
Wenn das Grundmodell funktioniert und anschließend systematisiert werden kann, entsteht eine gute Basis.
Einfachheit kann Skalierung erleichtern
Je klarer ein Geschäftsmodell ist, desto einfacher kann es möglicherweise erklärt, verkauft, standardisiert und delegiert werden.
Das ist wiederum interessant für Unternehmenswert.
Denn ein Käufer möchte vermutlich kein Unternehmen erwerben, das nur funktioniert, solange eine einzelne Person jeden Tag improvisiert.
Warum Prozesse für Unternehmenswert wichtiger sind, als ich früher dachte
Was heute im Kopf des Unternehmers steckt, muss irgendwann ins Unternehmen
In kleinen Unternehmen passiert vieles informell.
Man weiß einfach, wie etwas funktioniert.
Der Unternehmer kennt den Kunden.
Der Unternehmer weiß, wen er anrufen muss.
Der Unternehmer kennt den Ablauf.
Das funktioniert – bis die Organisation wächst.
Dann müssen aus implizitem Wissen Strukturen werden.
Dokumentation.
Checklisten.
Software.
Verantwortlichkeiten.
Standards.
Prozesse.
Das kann zunächst langweilig wirken.
Aber genau dadurch wird das Unternehmen unabhängiger von einzelnen Personen.
Und diese Unabhängigkeit kann langfristig wertvoll sein.
Was ich heute unter „reich sein“ verstehe
Nicht nur Geld auf dem Konto
Je älter ich werde, desto weniger interessiert mich die reine Zahl auf dem Konto als alleinige Definition von Erfolg.
Natürlich ist finanzielle Sicherheit wichtig.
Aber für mich gehören inzwischen mehrere Dinge zusammen:
Cashflow.
Ownership.
Zeit.
Unternehmenswert.
Optionen.
Was bringt mir ein hoher Kontostand, wenn ich gleichzeitig keine Zeit habe?
Was bringt mir ein Unternehmen mit hohem theoretischem Wert, wenn ich komplett darin gefangen bin?
Was bringt mir ein hohes Einkommen, wenn ich jeden Monat wieder bei null anfange?
Die interessantere Kombination ist für mich:
Unternehmenswert + Cashflow + Zeit + Entscheidungsfreiheit.
Owner-Optionality ist für mich das langfristige Ziel
Vermögen soll Möglichkeiten schaffen
Der Begriff Owner-Optionality beschreibt für mich ziemlich gut, wo ich langfristig hinmöchte.
Es geht darum, irgendwann aus einer Position der Stärke heraus entscheiden zu können.
Vielleicht:
Hold.
Das Unternehmen behalten.
Scale.
Es weiterentwickeln.
Partner.
Einen Unternehmer integrieren.
Buy.
Ein weiteres Unternehmen kaufen.
Sell.
Ein Unternehmen verkaufen.
Merge.
Zwei Unternehmen verbinden.
Reinvest.
Cashflow in die nächste Möglichkeit investieren.
Diese Optionen entstehen nicht am Anfang.
Sie entstehen durch den Aufbau von Unternehmenswert.
Was ich heute bei einer Geschäftsidee anders fragen würde
Nicht nur: „Kann ich damit Geld verdienen?“
Diese Frage bleibt wichtig.
Aber ich würde weitere Fragen hinzufügen:
- Kann daraus ein eigenständiges Unternehmen entstehen?
- Gibt es wiederholbare Nachfrage?
- Kann ich einen funktionierenden Vertrieb aufbauen?
- Kann ich die operative Leistung delegieren?
- Kann ein Partner das Unternehmen führen?
- Entsteht wiederkehrender Cashflow?
- Kann das Geschäftsmodell wachsen?
- Kann daraus langfristig Unternehmenswert entstehen?
- Kann dieses Unternehmen irgendwann Teil einer größeren Gruppe werden?
Diese Fragen verändern die Qualität einer Geschäftsidee.
Denn plötzlich denkst du nicht nur in Einnahmen.
Du denkst in Assets.
Meine persönliche Sicht: Ich möchte nicht nur beschäftigt sein
Ich möchte etwas besitzen, das weiterarbeitet
Das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Veränderungen in meiner eigenen Denkweise.
Ich möchte nicht einfach möglichst viel Arbeit schaffen.
Ich möchte möglichst viel Wert schaffen.
Das kann bedeuten, eine Website aufzubauen.
Eine Geschäftsmöglichkeit zu testen.
SEO einzusetzen.
Content zu entwickeln.
Ein Geschäftsmodell zu validieren.
Einen Partner zu finden.
Ein Unternehmen aufzubauen.
Prozesse zu entwickeln.
Mitarbeiter zu integrieren.
Cashflow zu erzeugen.
Und irgendwann Ownership zu besitzen.
Nicht jeder Versuch wird funktionieren.
Nicht jedes Venture wird ein Unternehmen.
Nicht jedes Unternehmen wird groß.
Das gehört dazu.
Aber die Richtung ist für mich klarer geworden.
Ich möchte aus meiner Zeit langfristig Assets machen.
Der Unternehmer als Builder
Zuerst muss etwas entstehen
Bevor man Owner oder Investor sein kann, muss man etwas bauen.
Das ist für mich der erste Schritt.
Builder.
Ideen entwickeln.
Probleme erkennen.
Geschäftsmodelle testen.
Nachfrage erzeugen.
Menschen zusammenbringen.
Prozesse entwickeln.
Cashflow erzeugen.
Das ist die Aufbauphase.
Und sie ist häufig die schwierigste.
Denn hier gibt es noch keine große Basis.
Man startet mit:
Zeit + Wissen + Erfahrung + Energie.
Daraus müssen Assets entstehen.
Der Unternehmer als Owner
Dann beginnt die Frage nach Ownership
Wenn ein Unternehmen funktioniert, verändert sich die Perspektive.
Jetzt geht es darum:
Wem gehört es?
Wer entscheidet?
Wie wird der Unternehmenswert entwickelt?
Wie viel Cashflow entsteht?
Wie abhängig ist das Unternehmen vom Gründer?
Welche Beteiligungsstruktur ist sinnvoll?
Kann das Unternehmen eigenständig funktionieren?
Das sind Owner-Fragen.
Und genau hier beginnt für mich langfristiges Unternehmertum interessant zu werden.
Der Unternehmer als Investor
Später wird Kapitalallokation interessant
Wenn Unternehmen Cashflow und Wert erzeugen, entstehen neue Möglichkeiten.
Vielleicht kann man ein weiteres Unternehmen aufbauen.
Vielleicht ein bestehendes Unternehmen übernehmen.
Vielleicht einen Unternehmer als Partner integrieren.
Vielleicht eine Minderheitsbeteiligung eingehen.
Vielleicht ein neues Venture finanzieren.
Dann verändert sich die Rolle erneut.
Man ist nicht mehr ausschließlich Builder.
Man wird zunehmend Allocator.
Die Frage lautet dann:
„Wo sollte ich mein Kapital, meine Erfahrung und meine Beziehungen als Nächstes einsetzen?“
Das ist eine völlig andere Ebene des Unternehmertums.
Was ich über Geld wahrscheinlich am wichtigsten gelernt habe
Geld ist ein Mittel – Ownership verändert die Möglichkeiten
Ich möchte Geld nicht als Selbstzweck betrachten.
Geld kann Sicherheit schaffen.
Geld kann Freiheit schaffen.
Geld kann Möglichkeiten eröffnen.
Aber Kapital wird für mich besonders interessant, wenn es in produktive Assets fließt.
Ein Unternehmen.
Eine Beteiligung.
Ein Geschäftsmodell.
Eine Technologie.
Ein Team.
Eine Akquisition.
Denn daraus kann wiederum neuer Cashflow entstehen.
Und dieser Cashflow kann erneut investiert werden.
Das ist der Compound-Effekt, der mich interessiert.
Mein Fazit: Ich möchte nicht nur Geld verdienen – ich möchte Wert aufbauen
Wenn ich heute über Geld und Unternehmenswert nachdenke, sehe ich einen deutlichen Unterschied zu einer rein einkommensorientierten Perspektive.
Geld verdienen ist wichtig.
Aber es ist nur eine Ebene.
Die nächste Ebene ist:
Cashflow erzeugen.
Dann:
Cashflow in Assets investieren.
Dann:
Assets entwickeln.
Dann:
Ownership aufbauen.
Und langfristig:
Kapital allokieren.
Für mich lässt sich dieser Weg inzwischen ziemlich gut zusammenfassen:
Zeit + Erfahrung + Wissen
↓
digitale und operative Assets
↓
Nachfrage
↓
Umsatz
↓
Cashflow
↓
Unternehmenswert
↓
Ownership
↓
Reinvestition
↓
weitere Unternehmen und Beteiligungen
Das bedeutet nicht, dass jede Geschäftsidee funktioniert.
Es bedeutet auch nicht, dass jeder Euro automatisch Unternehmenswert erzeugt.
Und es bedeutet schon gar nicht, dass man jede Tätigkeit sofort in ein Unternehmen verwandeln muss.
Aber die Perspektive verändert die Entscheidungen.
Ich frage mich heute häufiger:
„Was entsteht hier langfristig?“
Und nicht nur:
„Was verdiene ich damit?“
Das ist für mich ein entscheidender Unterschied.
Denn Einkommen kann man verdienen.
Unternehmenswert muss man aufbauen.
Und genau deshalb interessiert mich Unternehmertum heute immer weniger als Möglichkeit, möglichst viel zu arbeiten.
Mich interessiert vielmehr die Möglichkeit, aus Arbeit, Wissen, Beziehungen und Kapital langfristig etwas Eigenständiges aufzubauen.
Etwas, das Cashflow erzeugt.
Etwas, das wachsen kann.
Etwas, das andere Menschen führen können.
Etwas, das vielleicht irgendwann verkauft, weiterentwickelt oder mit einem anderen Unternehmen verbunden werden kann.
Und vielleicht ist das für mich heute die interessanteste Definition von unternehmerischem Vermögen:
Nicht möglichst viel Geld zu besitzen, sondern möglichst viele wertvolle Optionen zu besitzen.
Optionen, weil du ein Unternehmen halten kannst.
Optionen, weil du einen Partner aufnehmen kannst.
Optionen, weil du investieren kannst.
Optionen, weil du verkaufen kannst.
Optionen, weil du ein neues Unternehmen aufbauen kannst.
Optionen, weil dein Cashflow nicht mehr vollständig von deiner eigenen Arbeitszeit abhängt.
Das ist für mich langfristig der eigentliche Wert von Ownership.
Und genau dort treffen sich für mich Geld, Unternehmenswert und unternehmerische Freiheit.

