Das Wichtigste auf einen Blick
- Mich inspirieren Unternehmer nicht wegen ihres Reichtums, sondern wegen bestimmter Denkweisen.
- Jeff Bezos steht für mich vor allem für langfristiges Denken, Kundenorientierung und den Aufbau eines großen Systems.
- Sara Blakely zeigt, wie aus einem konkreten Alltagsproblem eine Geschäftsmöglichkeit entstehen kann.
- Yvon Chouinard hat mir gezeigt, dass Unternehmensbesitz auch mit einer sehr bewussten Vorstellung von Verantwortung verbunden werden kann.
- Richard Branson steht für mich für Unternehmergeist, Markenbildung und die Bereitschaft, neue Möglichkeiten auszuprobieren.
- Warren Buffett fasziniert mich vor allem durch seine langfristige Eigentümerperspektive.
- Nicht jede Strategie dieser Unternehmer würde zu mir passen.
- Ich möchte nicht kopieren, sondern Prinzipien verstehen.
- Besonders interessieren mich langfristiges Denken, Ownership, Unternehmenswert, Partnerschaften und unternehmerische Freiheit.
- Mein eigenes Zielbild ist nicht, einen anderen Unternehmer nachzuahmen, sondern meinen eigenen unternehmerischen Weg zu entwickeln.
Warum mich Unternehmer überhaupt interessieren
Ich finde Unternehmergeschichten spannend, weil sie mehr zeigen als nur das Ergebnis.
Eine Unternehmensbilanz zeigt Zahlen.
Eine Unternehmenswebsite zeigt Produkte.
Ein Aktienkurs zeigt eine Bewertung.
Aber die Geschichte dahinter zeigt Entscheidungen.
Unternehmertum ist eine Folge von Entscheidungen
Jedes Unternehmen entsteht irgendwann aus Entscheidungen.
Welche Idee wird verfolgt?
Welcher Kunde wird angesprochen?
Welches Problem wird gelöst?
Wie wird Geld verdient?
Wie viel wird investiert?
Welche Mitarbeiter werden eingestellt?
Welche Chancen werden abgelehnt?
Wann wird skaliert?
Wann wird verkauft?
Wann wird weiter investiert?
Wann wird ein Unternehmen gehalten?
Diese Entscheidungen interessieren mich.
Denn genau dort zeigt sich für mich unternehmerisches Denken.
Ich suche keine Unternehmer-Idole
Ich habe mit dem Begriff „Idol“ im Unternehmertum ein gewisses Problem.
Erfolg macht einen Menschen nicht automatisch zum Vorbild in allen Bereichen
Ein Unternehmer kann hervorragend darin sein, Unternehmen aufzubauen und gleichzeitig in anderen Bereichen Entscheidungen treffen, die ich persönlich nicht nachvollziehen würde.
Deshalb trenne ich für mich Person und Prinzip.
Ich kann beispielsweise von einem Unternehmer lernen, wie er langfristig investiert, ohne deshalb jede seiner Entscheidungen gutzuheißen.
Ich kann eine Unternehmensstrategie interessant finden, ohne das gesamte Geschäftsmodell kopieren zu wollen.
Und ich kann eine Unternehmerpersönlichkeit inspirierend finden, ohne davon auszugehen, dass ihr Weg auch mein Weg sein muss.
Das ist für mich eine gesunde Form des Lernens.
Jeff Bezos: Langfristiges Denken und Kundenorientierung
Wenn es um den Aufbau eines Unternehmens über einen sehr langen Zeitraum geht, ist Jeff Bezos für mich eine der interessantesten Unternehmerpersönlichkeiten.
Nicht, weil ich alles an Amazon oder Bezos gutheißen würde.
Sondern wegen einer bestimmten Denkweise:
Langfristig denken, während man kurzfristig handelt.
Die „Day 1“-Mentalität
Bezos hat den Begriff „Day 1“ stark mit Amazon verbunden.
Bereits im ersten Aktionärsbrief von 1997 schrieb er über die langfristige Perspektive und darüber, dass Amazon Entscheidungen stärker unter dem Gesichtspunkt langfristiger Marktführerschaft als kurzfristiger Profitabilität treffen wolle.
Genau diese Denkweise finde ich interessant.
Denn viele Unternehmer optimieren irgendwann nur noch das bestehende Geschäft.
Sie fragen:
„Wie können wir dieses Jahr fünf Prozent mehr verdienen?“
Die interessantere Frage kann aber sein:
„Was müssen wir heute aufbauen, damit unser Unternehmen in zehn Jahren deutlich stärker ist?“
Das verändert die Perspektive.
Kundenorientierung statt Konkurrenzorientierung
Ein weiterer Punkt, den ich von Bezos interessant finde, ist seine extreme Kundenorientierung.
Amazon beschreibt in seinen Aktionärsbriefen Kundenorientierung ausdrücklich als einen zentralen Bestandteil der „Day 1“-Mentalität.
Das klingt zunächst banal.
Ist es aber nicht.
Denn Unternehmer können sich sehr schnell mit Wettbewerbern beschäftigen:
- Was macht die Konkurrenz?
- Welche Preise hat sie?
- Welche Produkte bringt sie heraus?
- Welche Werbung schaltet sie?
Ich finde die andere Frage interessanter:
Was braucht der Kunde wirklich?
Was ich daraus für mich mitnehme
Ich möchte nicht Amazon kopieren.
Das wäre vollkommen unsinnig.
Aber ich kann mir die Denkweise anschauen:
Langfristiges Ziel + Kundenfokus + konsequenter Aufbau.
Das passt sehr gut zu meiner eigenen Vorstellung von Unternehmertum.
Sara Blakely: Aus einem Problem eine Geschäftsmöglichkeit machen
Sara Blakely finde ich aus einem ganz anderen Grund interessant.
Ihre Geschichte zeigt für mich sehr schön, dass eine Geschäftsidee nicht zwingend aus einem großen strategischen Masterplan entstehen muss.
Ein konkretes Problem kann der Anfang sein
Blakely entwickelte die Grundidee für Spanx aus einem persönlichen Problem mit Kleidung. Sie startete das Unternehmen mit vergleichsweise wenig Kapital und ohne klassische Branchenerfahrung. Ihre Geschichte ist deshalb ein interessantes Beispiel dafür, wie persönliche Beobachtung, Produktentwicklung und Beharrlichkeit zusammenkommen können.
Was ich daran spannend finde:
Geschäftsmöglichkeiten müssen nicht immer spektakulär beginnen.
Manchmal beginnt ein Unternehmen mit einem Problem, das jemand selbst erlebt.
Nicht auf die perfekte Ausgangssituation warten
Was mich an dieser Geschichte besonders interessiert, ist weniger die spätere Größe von Spanx.
Es ist der Ausgangspunkt.
Nicht die perfekte Ausbildung.
Nicht jahrelange Erfahrung in der Branche.
Nicht ein riesiges Startkapital.
Sondern:
Ein Problem erkennen und versuchen, es besser zu lösen.
Das bedeutet nicht, dass Erfahrung unwichtig ist.
Im Gegenteil.
Aber ich glaube, dass Unternehmer manchmal zu lange darauf warten, „bereit“ zu sein.
Was ich daraus mitnehme
Ich möchte stärker darauf achten, wo echte Probleme existieren.
Nicht:
„Welche Geschäftsidee klingt cool?“
Sondern:
„Wo gibt es ein Problem, für das Menschen bereits Geld ausgeben oder gerne eine bessere Lösung hätten?“
Das ist für mich eine viel interessantere Ausgangsfrage.
Yvon Chouinard: Unternehmen müssen nicht nur auf Gewinn optimiert werden
Yvon Chouinard ist für mich eine besonders interessante Unternehmerpersönlichkeit.
Nicht weil ich seine Unternehmensstrategie vollständig übernehmen möchte.
Sondern weil er eine Frage aufwirft, die ich für sehr wichtig halte:
Wofür ist ein Unternehmen eigentlich da?
Unternehmenswert und persönliche Werte können miteinander verbunden sein
Chouinard hat mit Patagonia ein Unternehmen aufgebaut, dessen Identität stark mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen verbunden ist.
2022 übertrug er gemeinsam mit seiner Familie die Eigentumsstruktur von Patagonia auf zwei Organisationen, um sicherzustellen, dass die wirtschaftliche Aktivität des Unternehmens langfristig dem Schutz des Planeten dienen soll.
Das ist aus unternehmerischer Sicht außergewöhnlich.
Denn normalerweise denken wir bei Unternehmenswert über eine andere Frage nach:
„Wie viel ist das Unternehmen wert?“
Chouinards Geschichte stellt eine weitere Frage:
„Wem gehört das Unternehmen – und wofür soll dieser Eigentumswert langfristig eingesetzt werden?“
Eigentum ist mehr als nur Vermögen
Das ist für mich persönlich ein interessanter Gedanke.
Ich beschäftige mich zunehmend mit Ownership.
Wer besitzt ein Unternehmen?
Wer entscheidet über seine Zukunft?
Was passiert mit den Gewinnen?
Was passiert beim Verkauf?
Was soll aus dem Unternehmen entstehen?
Eigentum ist deshalb nicht nur eine finanzielle Frage.
Es ist auch eine Frage der Gestaltung.
Was ich daraus mitnehme
Unternehmertum darf eine persönliche Dimension haben.
Ein Unternehmen kann wirtschaftlich erfolgreich sein und gleichzeitig für bestimmte Werte stehen.
Die konkrete Ausgestaltung muss jeder Unternehmer selbst entscheiden.
Aber die Frage:
„Was möchte ich mit dem aufgebauten Unternehmenswert eigentlich machen?“
finde ich sehr wichtig.
Richard Branson: Unternehmertum als Möglichkeit, Dinge auszuprobieren
Richard Branson inspiriert mich vor allem durch seine Bereitschaft, neue Geschäftsmöglichkeiten auszuprobieren.
Die Virgin-Geschichte steht für mich weniger für ein einzelnes Geschäftsmodell.
Sie steht für eine bestimmte Haltung:
Warum sollte man sich auf eine einzige Möglichkeit beschränken?
Unternehmertum kann auch aus Neugier entstehen
Branson hat über die Jahre Unternehmen und Marken in sehr unterschiedlichen Bereichen aufgebaut.
Das bedeutet nicht, dass ich jedem Unternehmer empfehlen würde, gleichzeitig zehn Branchen zu bearbeiten.
Im Gegenteil.
Fokus ist wichtig.
Aber langfristig finde ich den Gedanken interessant, dass ein Unternehmer seine Fähigkeiten und sein Netzwerk nutzen kann, um immer wieder neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln.
Marke als Plattform für neue Möglichkeiten
Das Virgin-Modell zeigt außerdem, welche Bedeutung eine starke Marke haben kann.
Eine Marke kann Vertrauen erzeugen.
Und Vertrauen kann den Eintritt in neue Märkte erleichtern.
Das ist strategisch interessant.
Denn eine starke Marke kann irgendwann mehr sein als ein Logo.
Sie kann ein Asset sein.
Was ich daraus mitnehme
Ich möchte mir diese unternehmerische Neugier bewahren.
Nicht jede Idee muss umgesetzt werden.
Aber ich möchte weiterhin aufmerksam bleiben für:
- neue Märkte
- neue Geschäftsmodelle
- neue Partnerschaften
- neue Technologien
- neue Unternehmensmöglichkeiten
Denn vielleicht liegt die nächste interessante Geschäftsmöglichkeit nicht dort, wo ich sie heute vermute.
Warren Buffett: Der Eigentümergedanke
Warren Buffett ist streng genommen eher Investor als klassischer Gründer.
Trotzdem gehört er für mich in diesen Artikel.
Warum?
Weil seine Denkweise meinen Blick auf Ownership beeinflusst.
Nicht nur kaufen – besitzen
Buffett betrachtet Unternehmen nicht ausschließlich als kurzfristige Handelsobjekte.
Die langfristige Eigentümerperspektive ist für mich dabei besonders interessant.
Wenn ich über Unternehmertum nachdenke, stelle ich mir zunehmend eine ähnliche Frage:
„Wenn ich dieses Unternehmen aufbaue, möchte ich es auch langfristig besitzen?“
Das verändert die Art, wie man ein Unternehmen entwickelt.
Man achtet möglicherweise stärker auf:
- Cashflow
- Management
- Wettbewerbsvorteile
- Kapitalallokation
- langfristige Stabilität
- Unternehmenswert
Kapitalallokation wird irgendwann zur Unternehmeraufgabe
Das ist ein Gedanke, der mich besonders interessiert.
Am Anfang eines Unternehmerlebens geht es darum, Geld zu verdienen.
Später geht es vielleicht darum, mit dem verdienten Geld weitere Möglichkeiten zu schaffen.
Dann entsteht eine Art Kreislauf:
↓
Cashflow erzeugen
↓
Unternehmenswert schaffen
↓
Kapital freisetzen
↓
neu investieren
↓
weitere Unternehmen aufbauen oder erwerben
Das ist ein Teil der Entwicklung, die mich persönlich reizt.
Peter Drucker: Nicht jeder Unternehmer muss der typische Gründer sein
Auch Peter Drucker hat meine Sicht auf Unternehmertum beeinflusst.
Nicht als Unternehmer im klassischen Sinne, sondern als Denker.
Seine Arbeiten beschäftigen sich intensiv mit Management, Innovation, Verantwortung und der Frage, wie Organisationen wirksam werden.
Unternehmertum ist mehr als eine Geschäftsidee
Das ist ein wichtiger Punkt.
Eine Idee alleine ist noch kein Unternehmen.
Erst wenn Menschen:
- Verantwortung übernehmen
- Kunden gewinnen
- Prozesse entwickeln
- Entscheidungen treffen
- Ressourcen einsetzen
- Wert schaffen
entsteht daraus ein Unternehmen.
Diese Sichtweise finde ich wichtig, weil Unternehmertum manchmal zu stark romantisiert wird.
Die Idee ist der Anfang.
Die Organisation macht daraus ein Unternehmen.
Was diese Unternehmer gemeinsam haben
Wenn ich die unterschiedlichen Persönlichkeiten miteinander vergleiche, sind sie extrem verschieden.
Und trotzdem sehe ich einige Gemeinsamkeiten.
Langfristiges Denken
Bei Bezos ist es sehr deutlich dokumentiert: Amazon betonte bereits 1997 die langfristige Wertschaffung und langfristige Marktführerschaft.
Bei Buffett ist die Eigentümerperspektive zentral.
Auch bei Chouinard geht es um eine langfristige Frage des Eigentums.
Für mich bedeutet das
Nicht nur fragen:
„Was bringt mir heute etwas?“
Sondern:
„Was kann ich heute aufbauen, das in zehn Jahren noch Wert besitzt?“
Probleme statt Geschäftsideen
Sara Blakely steht für mich sinnbildlich dafür.
Nicht jede Geschäftsidee muss aus einer umfangreichen Marktanalyse entstehen.
Manchmal entdeckt man eine Möglichkeit, weil man selbst ein Problem erlebt.
Das verändert die Suche nach Geschäftsmöglichkeiten
Ich kann durch eine Stadt gehen und mich fragen:
„Welche Unternehmen gibt es hier?“
Oder ich kann mich fragen:
„Welche Probleme haben die Menschen und Unternehmen hier?“
Die zweite Frage finde ich wesentlich interessanter.
Ownership
Das Thema Eigentum verbindet viele meiner persönlichen Interessen.
Ein Unternehmen aufzubauen ist eine Sache.
Ein Unternehmen zu besitzen eine andere.
Für mich wird Ownership zunehmend wichtiger
Ich möchte nicht nur Dienstleistungen erbringen.
Ich möchte Assets aufbauen.
Ich möchte Unternehmen entwickeln.
Ich möchte Beteiligungen halten.
Ich möchte langfristig Unternehmenswert besitzen.
Das ist ein wichtiger Bestandteil meiner persönlichen Unternehmerstrategie.
Was ich bewusst nicht von erfolgreichen Unternehmern übernehmen möchte
Dieser Punkt ist mir wichtig.
Denn wenn man Unternehmerpersönlichkeiten analysiert, kann schnell eine Art Heldenkult entstehen.
Jeder Erfolg hat auch eine andere Seite
Amazon ist ein beeindruckendes Beispiel für Unternehmensaufbau und Skalierung. Gleichzeitig steht der Konzern seit Jahren wegen Arbeitsbedingungen, Marktmacht und anderer Fragen in der öffentlichen Kritik.
Das gehört für mich zur vollständigen Betrachtung dazu.
Man kann von einem Unternehmen lernen, ohne jedes Verhalten gutzuheißen.
Man kann eine Denkweise interessant finden, ohne die Person zu idealisieren.
Und man kann einen wirtschaftlichen Erfolg anerkennen, ohne ihn automatisch als persönlichen Maßstab zu übernehmen.
Ich möchte Prinzipien extrahieren
Das ist für mich die sinnvollere Methode.
Ich frage:
- Was hat funktioniert?
- Warum könnte es funktioniert haben?
- Unter welchen Bedingungen?
- Was davon passt zu mir?
- Was davon passt nicht zu mir?
Genau so möchte ich von anderen Unternehmern lernen.
Welche Unternehmer inspirieren mich am meisten?
Wenn ich die genannten Persönlichkeiten auf einige Kernthemen herunterbrechen müsste, würde ich es ungefähr so sehen:
| Unternehmer | Was mich besonders interessiert |
|---|---|
| Jeff Bezos | Langfristiges Denken, Kundenfokus, Systeme |
| Sara Blakely | Probleme erkennen, Mut zum Start, Ausdauer |
| Yvon Chouinard | Ownership, Werte, langfristige Verantwortung |
| Richard Branson | Unternehmergeist, Marken, neue Möglichkeiten |
| Warren Buffett | Eigentümerdenken, Kapitalallokation, Geduld |
| Peter Drucker | Management, Innovation, Wirksamkeit |
Das bedeutet nicht, dass ich ihre Strategien kopieren möchte.
Es bedeutet vielmehr, dass jeder von ihnen einen Gedanken repräsentiert, den ich für mich interessant finde.
Mich inspirieren auch unbekannte Unternehmer
Das ist vielleicht sogar noch wichtiger.
Denn wenn ich ehrlich bin, inspirieren mich nicht nur die bekannten Namen.
Der Unternehmer nebenan kann genauso interessant sein
Der Unternehmer, der seit 25 Jahren einen Handwerksbetrieb führt.
Der Familienunternehmer, der sein Unternehmen an die nächste Generation übergeben hat.
Der Unternehmer, der mit zehn Mitarbeitern ein hochprofitables Nischenunternehmen aufgebaut hat.
Der Selbstständige, der aus einem kleinen Auftrag ein funktionierendes Unternehmen entwickelt hat.
Der Branchenexperte, der irgendwann den Mut hatte, sein eigenes Unternehmen zu gründen.
Diese Geschichten findet man nicht unbedingt in den großen Wirtschaftsmagazinen.
Aber sie sind real.
Mich interessiert die Umsetzung
Denn Unternehmertum passiert nicht nur im Silicon Valley.
Es passiert in:
- Werkstätten
- Lagerhallen
- Büros
- Produktionsbetrieben
- Agenturen
- Logistikunternehmen
- Handwerksbetrieben
- Familienunternehmen
- digitalen Geschäftsmodellen
Und gerade traditionelle Branchen finde ich spannend.
Dort existieren teilweise funktionierende Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, während digitale Nachfragegenerierung, Prozesse oder neue Geschäftsmodelle noch nicht vollständig entwickelt sind.
Genau an dieser Schnittstelle können interessante Möglichkeiten entstehen.
Was mich an Unternehmern wirklich inspiriert
Wenn ich darüber nachdenke, sind es letztlich nicht die großen Zahlen.
Nicht die Autos.
Nicht die Büros.
Nicht die Schlagzeilen.
Nicht einmal unbedingt der Exit.
Mich inspiriert die Fähigkeit, etwas aufzubauen
Aus einer Idee wird ein Angebot.
Aus einem Angebot wird Nachfrage.
Aus Nachfrage wird Umsatz.
Aus Umsatz wird Cashflow.
Aus Cashflow kann Unternehmenswert entstehen.
Und aus Unternehmenswert können weitere Möglichkeiten entstehen.
Dieser Aufbauprozess fasziniert mich.
Unternehmertum ist für mich eine Form von Kreativität
Du nimmst:
- Wissen
- Erfahrung
- Kapital
- Beziehungen
- Technologie
- Marktverständnis
und kombinierst diese Dinge neu.
Daraus entsteht etwas, das vorher nicht existiert hat.
Ein Unternehmen.
Eine Marke.
Ein Geschäftsmodell.
Eine Partnerschaft.
Ein Asset.
Das ist für mich eine der spannendsten Seiten des Unternehmertums.
Warum ich erfolgreiche Unternehmer nicht einfach kopieren möchte
Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto stärker glaube ich an einen Grundsatz:
Lerne von anderen – aber entwickle deinen eigenen Weg.
Deine Ausgangslage ist anders
Du hast andere:
- Fähigkeiten
- Erfahrungen
- Kontakte
- Ressourcen
- Interessen
- Ziele
- Risikobereitschaft
Deshalb wäre es unsinnig, die Strategie eines anderen Unternehmers 1:1 zu übernehmen.
Bezos hat Amazon unter ganz bestimmten historischen Bedingungen aufgebaut.
Blakely hat eine ganz bestimmte persönliche Problemstellung erkannt.
Chouinard hat ein Unternehmen aus einer starken persönlichen Überzeugung heraus entwickelt.
Buffett verfolgt eine ganz andere Rolle als ein operativer Gründer.
Branson hat wiederum ein eigenes Modell entwickelt.
Die Frage lautet deshalb nicht:
„Wie kann ich wie dieser Unternehmer werden?“
Sondern:
„Welche Prinzipien kann ich auf meine Situation übertragen?“
Das ist für mich der entscheidende Unterschied.
Was ich aus all diesen Unternehmergeschichten für meinen eigenen Weg ableite
Wenn ich die verschiedenen Einflüsse auf meine eigene Denkweise zusammenfasse, entsteht ein ziemlich klares Bild.
Ich möchte langfristig denken
Nicht nur auf den nächsten Auftrag.
Nicht nur auf den nächsten Monat.
Nicht nur auf den nächsten Umsatz.
Sondern auf das, was daraus langfristig entstehen kann.
Ich möchte Geschäftsmöglichkeiten entwickeln
Eine Geschäftsidee muss für mich nicht sofort perfekt sein.
Sie kann zunächst eine Option sein.
Eine Website.
Eine Marke.
Ein Content-Asset.
Ein erster Kunde.
Ein Partner.
Eine Nachfrage.
Und daraus kann sich später mehr entwickeln.
Ich möchte Ownership aufbauen
Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte.
Ich möchte nicht nur Einkommen erzeugen.
Ich möchte Unternehmen und Assets besitzen.
Ich möchte mit anderen Unternehmern arbeiten
Ich glaube nicht, dass jeder Unternehmer alles alleine machen muss.
Manchmal ist der richtige Partner der entscheidende Baustein.
Ich möchte mehrere Unternehmen entwickeln
Langfristig interessiert mich deshalb nicht nur der Aufbau eines einzelnen Unternehmens.
Mich interessiert die Entwicklung einer Unternehmensgruppe aus eigenständigen, profitablen Unternehmen und Beteiligungen.
Nicht um möglichst viele Logos zu sammeln.
Sondern weil mich die Kombination aus Builder, Owner und Investor interessiert.
Builder. Owner. Investor.
Vielleicht ist das die beste Zusammenfassung dessen, was ich von den unterschiedlichen Unternehmern mitnehme.
Builder
Ich möchte Dinge aufbauen.
Geschäftsmodelle.
Unternehmen.
Marken.
Digitale Assets.
Partnerschaften.
Owner
Ich möchte langfristig Eigentümer sein.
Nicht nur Dienstleister.
Nicht nur operativer Mitarbeiter.
Nicht nur Auftragnehmer.
Sondern jemand, dem ein Teil des aufgebauten Wertes gehört.
Investor
Und wenn aus Unternehmen Cashflow und Unternehmenswert entstehen, kann daraus irgendwann Kapital für neue Möglichkeiten entstehen.
Dann beginnt der nächste Kreislauf:
Build
↓
Own
↓
Compound
↓
Allocate Capital
↓
Build again
Das ist für mich eine spannende langfristige Perspektive.
Was ich von erfolgreichen Unternehmern nicht gelernt habe
Ich habe durch die Beschäftigung mit erfolgreichen Unternehmern auch gelernt, was ich nicht möchte.
Ich möchte nicht nur größer werden
Größe ist kein Selbstzweck.
Ich möchte nicht nur mehr arbeiten
Mehr Arbeit ist nicht automatisch mehr Erfolg.
Ich möchte nicht jedem Trend folgen
Nur weil etwas gerade funktioniert, muss es nicht zu mir passen.
Ich möchte nicht Unternehmer spielen
Ich möchte echte Unternehmen entwickeln.
Mit echten Kunden.
Echtem Cashflow.
Echten Problemen.
Echter Verantwortung.
Ich möchte nicht nur Einkommen maximieren
Ich möchte langfristig Unternehmenswert und Eigentum aufbauen.
Und daraus irgendwann mehr Freiheit gewinnen.
Meine persönliche Definition von Inspiration
Für mich bedeutet Inspiration nicht:
„Ich möchte genau das haben, was dieser Unternehmer hat.“
Inspiration bedeutet eher:
„Dieser Unternehmer bringt mich auf einen Gedanken, den ich vorher vielleicht noch nicht hatte.“
Vielleicht ist es eine Idee.
Vielleicht eine andere Perspektive.
Vielleicht eine Frage.
Vielleicht eine Denkweise.
Vielleicht der Mut, etwas auszuprobieren.
Vielleicht die Geduld, etwas über viele Jahre aufzubauen.
Das reicht.
Fazit: Ich möchte nicht der nächste Bezos, Branson oder Buffett werden
Wenn ich mich mit erfolgreichen Unternehmern beschäftige, wird mir eigentlich immer klarer, dass ich nicht versuchen möchte, eine Kopie von irgendjemandem zu werden.
Ich möchte von ihnen lernen.
Von Jeff Bezos das langfristige Denken.
Von Sara Blakely den Blick für konkrete Probleme und die Bereitschaft, einfach anzufangen.
Von Yvon Chouinard die Frage, was Eigentum langfristig bewirken kann.
Von Richard Branson die unternehmerische Neugier.
Von Warren Buffett das Eigentümer- und Kapitaldenken.
Von Peter Drucker die Bedeutung von Management, Innovation und Wirksamkeit.
Aber daraus soll kein fremder Weg entstehen.
Es soll mein eigener Weg entstehen.
Denn genau das ist für mich Unternehmertum.
Nicht einen bestehenden Weg möglichst perfekt nachzulaufen.
Sondern irgendwann den Mut zu haben, seinen eigenen Weg zu definieren.
Ich weiß heute noch nicht genau, wie meine unternehmerische Reise in zehn oder zwanzig Jahren aussehen wird.
Aber ich weiß zunehmend, was mich interessiert:
- Geschäftsmöglichkeiten entdecken.
- Geschäftsmodelle entwickeln.
- Digitale Nachfrage erzeugen.
- Unternehmen aufbauen.
- Mit Unternehmerpersönlichkeiten zusammenarbeiten.
- Ownership schaffen.
- Unternehmenswert aufbauen.
- Cashflow reinvestieren.
Und langfristig vielleicht eine Unternehmensgruppe entwickeln, die nicht nur wirtschaftlichen Wert schafft, sondern mir auch etwas anderes ermöglicht:
mehr Freiheit.
Vielleicht ist das am Ende auch die wichtigste Lektion, die ich von erfolgreichen Unternehmern gelernt habe:
Du musst nicht den Weg eines anderen gehen, um erfolgreich zu sein.
Du musst deinen eigenen Weg finden – und dann lange genug daran arbeiten, dass daraus etwas Eigenständiges entstehen kann.

